Erster Prozess im Libor-Skandal

LONDON. In Grossbritannien muss sich gestern erstmals ein Banker wegen des Skandals um Manipulationen des internationalen Referenzzinssatzes Libor verantworten. Zum Auftakt des Prozesses warf Staatsanwalt Mukul Chawla dem 35jährigen Händler Tom Hayes Geldgier vor.

Drucken
Teilen

LONDON. In Grossbritannien muss sich gestern erstmals ein Banker wegen des Skandals um Manipulationen des internationalen Referenzzinssatzes Libor verantworten. Zum Auftakt des Prozesses warf Staatsanwalt Mukul Chawla dem 35jährigen Händler Tom Hayes Geldgier vor.

Alle Banker seien auf hohe Gewinne aus, Hayes habe dabei jedoch «betrügerisch» gehandelt. Er habe alles in seiner Macht Stehende unternommen, um den Libor zu manipulieren.

Die Staatsanwaltschaft legt dem früheren Händler der UBS und der Citigroup in acht Anklagepunkten Verschwörung zum Betrug vor. Die britische Behörde gegen Finanzbetrug (SFO) sieht in Hayes den Kopf einer Gruppe von mehreren Händlern, die über Jahre hinweg den Libor manipuliert und sich bereichert haben soll. (afp)