Erfolg Renaults in Indien mit Kwid

PARIS/DELHI. Ein neues Auto für gerade mal 3500 € oder 3800 Fr. dürfte es in Europa weiterhin kaum geben. In Indien dagegen ist das möglich. Mit Erfolg bietet dort der französische Autokonzern Renault zu diesem Preis seit zwei Monaten sein Billigmodell Kwid an.

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Renaults indischer Kwid. (Bild: pd)

Renaults indischer Kwid. (Bild: pd)

PARIS/DELHI. Ein neues Auto für gerade mal 3500 € oder 3800 Fr. dürfte es in Europa weiterhin kaum geben. In Indien dagegen ist das möglich. Mit Erfolg bietet dort der französische Autokonzern Renault zu diesem Preis seit zwei Monaten sein Billigmodell Kwid an. 15 000 Fahrzeuge wurden bereits ihren indischen Käufern übergeben. 75 000 Inder haben sich ebenfalls zum Kauf eines Kwid entschlossen.

Hergestellt wird dieses Modell in Indien. Niedrige Löhne und Kosten für Ersatzteile sowie die Beschränkung auf das Notwendige bezüglich Ausstattung machen die Fabrikation des Autos rentabel. Auf dem indischen Markt ist Renault derzeit angeblich der führende europäische Autoverkäufer. Der französische Konzern hofft, mit dem Kwid seinen Marktanteil in Indien von 1,5% auf 5% steigern zu können.

In Europa und speziell in Frankreich wird das Billigauto nicht angeboten. Andernfalls wäre eine beachtliche Preiserhöhung die Folge, heisst es seitens Renault. Die strengen Sicherheitsauflagen würden zusätzliche Kosten von mindestens 2000 € pro Kwid verursachen. Renault hat zudem kein Interesse an einer Konkurrenz für sein Modell Logan. Zur Vorsicht mahnt ferner der Misserfolg mit dem Billigmodell Lodgy. Es findet bisher, sehr zum Bedauern Renaults, kaum Käufer. (ukp)

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