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Erdölkonzern Weatherford stellt Insolvenzantrag in den USA

Der ursprünglich texanische Erdöl-Servicekonzern Weatherford mit operativem Hauptsitz in Baar muss sich reorganisieren.
Livio Brandenberg
Klingel des Weatherford-Büros in Baar. (Bild: Werner Schelbert, 3. April 2014)

Klingel des Weatherford-Büros in Baar. (Bild: Werner Schelbert, 3. April 2014)

Das Erdöl-Serviceunternehmen Weatherford International hat Geldprobleme. Der ursprünglich texanische Konzern mit operativer Hauptzentrale in Baar – der juristische Sitz befindet sich seit dem Frühling 2014 in Dublin – hat Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt, wie das «Wall Street Journal» schreibt. Wenn Unternehmen die Pleite droht, können sie in den USA einen solchen Insolvenzantrag stellen. Dem Schuldner wird ein zeitlich begrenzter Schutz vor seinen Gläubigern gewährt, um sich zu reorganisieren. Während eines solchen Verfahrens nach Kapitel 11 des amerikanischen Insolvenzrechts kann ein Unternehmen seine Geschäfte fortführen.

Die finanzielle Restrukturierung, die nun durch das «vorgefertigte» Verfahren nach Chapter 11 umgesetzt wird, werde die langfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens um mehr als 5,8 Milliarden US-Dollar reduzieren, heisst es in einer Mitteilung von Weatherford. Das Unternehmen habe von Kreditgebern Zusagen über 1,75 Milliarden Dollar in Form von unter Insolvenzaufsicht stehenden Finanzmitteln und bis zu 1,25 Milliarden Dollar an zusätzlicher Finanzierung nach Insolvenzbefreiung erhalten.

Zweitgrösster Börsengang seit 2000

Im November 2010 gelang Weatherford der zweitgrösste Börsengang in der Schweiz seit der Jahrtausendwende. Im Juni 2014 zog sich das Unternehmen aber bereits wieder von der SIX zurück. In Baar befindet sich nach wie vor das operative Head Quarter, wo einige Dutzend Angestellte in Management-Funktionen arbeiten.

Weatherford stellt Ausrüstungsgüter für die Erdöl- und Erdgasgewinnung her und beschäftigte zuletzt rund 26'000 Mitarbeiter. Gemäss eigenen Angaben ist Weatherford einer der grössten Ölfelddienstleister weltweit. Das Unternehmen ist demnach in mehr als 80 Ländern tätig und verfügt weltweit über ein Netzwerk mit zirka 650 Standorten, darunter Produktions-, Service-, Forschungs- und Entwicklungs- sowie Ausbildungseinrichtungen.

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