Bald gibt's Thurgauer Nüsse bei Coop und Manor

Thurgauer Nussproduzenten wollen ihre Ernten massiv steigern. Nun schaffen sie es in die Regale zweier Detailhändler. Ab November können sich dort Konsumenten mit heimischen Walnüssen versorgen.

Thomas Griesser Kym
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Christof Gubler ist Verwaltungsratspräsident der Nuss Thurgau AG. Hier befüllt er die neue Verarbeitungsanlage in Hörhausen mit Walnüssen.

Christof Gubler ist Verwaltungsratspräsident der Nuss Thurgau AG. Hier befüllt er die neue Verarbeitungsanlage in Hörhausen mit Walnüssen.

Bilder: Reto Martin (Hörhausen, 9. Oktober 2020)

Vor zwei Wochen hat die Nuss Thurgau AG in Hörhausen ihre neue Verarbeitungsanlage in Betrieb genommen. Auf ihr werden die Nüsse gewaschen, getrocknet und kalibriert. Christof Gubler, der die Nuss Thurgau AG präsidiert und am Freitag zur Besichtigung einlud, sagt:

«Die Anlage funktioniert schon relativ gut, und die Nüsse kommen schön sauber heraus.»

Auf der Anlage wird die aktuelle Nussernte verarbeitet, die bereits zur Hälfte erledigt ist, wie Gubler sagt. Thurgauer Nüsse kann man bei Gubler in dessen Verkaufsraum in Hörhausen sowie online kaufen, und auch andere Produzenten vermarkten ihre Nüsse direkt. Das ist lukrativer als wenn Zwischenhändler und andere Endverkäufer mitmischen.

Erträge sollen Schritt für Schritt zunehmen

Gleichwohl suchen auch Thurgauer Produzenten neue Absatzkanäle. Und haben solche gefunden. Voraussichtlich ab November 2020 gibt es Walnüsse von jenem halben Dutzend Produzenten, die der Nuss Thurgau AG angeschlossen sind, in den Manor-Lebensmittelabteilungen sowie in einigen Läden von Coop Ostschweiz zu kaufen.

Walnüsse der Nuss Thurgau AG. Coop wird sie im Standbeutel verkaufen, Manor im Netz.

Walnüsse der Nuss Thurgau AG. Coop wird sie im Standbeutel verkaufen, Manor im Netz.

Gubler sagt, beide Detailhändler erhielten je eine bis anderthalb Tonnen Walnüsse. Dies bei einer Thurgauer Gesamternte von sieben bis acht Tonnen. Künftig will man aber über den Detailhandel weit mehr verkaufen. Dank neuer Pflanzungen und der neuen Verarbeitungsanlage sollen die Mengen im Thurgau bis 2030 auf 80 bis 100 Tonnen gesteigert werden, wie Gubler sagt.

Noch etwas ist ihm wichtig: Die Verarbeitungsanlage arbeitet dank einer Holzheizung zur Erwärmung der Trocknungsluft CO2-neutral, und das Waschwasser wird rezykliert.