Engagement für Tsunami-Opfer

Sie ist dem Unternehmen Bernina eng verbunden. Die Designerin Kazu Huggler und der Steckborner Nähmaschinenhersteller unterstützen eine Schule im Norden Japans.

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Wieder nähen: Kazu Huggler mit dem Direktor der Takata-Schule. (Bild: pd)

Wieder nähen: Kazu Huggler mit dem Direktor der Takata-Schule. (Bild: pd)

STECKBORN. Die Fashion-Designerin Kazu Huggler und der Nähmaschinenhersteller Bernina unterstützen japanische Tsunami-Opfer. Wie Bernina weiter mitteilt, ist die japanisch-schweizerische Designerin Kazu Huggler aus dem Norden Japans zurückgekehrt, wo sie den Schülern einer vom Tsunami zerstörten Schule fünf Nähmaschinen von Bernina überbracht hatte.

Schule zerstört

«Die Schüler, Lehrer und Direktoren haben sich sehr über den Besuch gefreut. Sie waren tief gerührt, dass man in der Ferne an sie denkt», sagt Kazu Huggler. Im Frühjahr wurde die Takata High School in der Region Iwate durch den Tsunami komplett zerstört. Das Schicksal der rund 500 Schüler, die seither in einem Provisorium unterrichtet werden, bewegte die Designerin, die selber Mutter zweier Kinder ist. «Ich war schwer beeindruckt, wie positiv und gefasst die Menschen waren und wie sie gemeinsam um den Wiederaufbau kämpfen. Kein einziges Mal habe ich eine Klage über das allgegenwärtige Elend gehört», sagt sie. Diese positive Haltung möchte sie mit Hilfe von Bernina unterstützen und den Schülern neuen Mut geben. Die Verbindung zwischen dem Schweizer Nähmaschinenhersteller Bernina und Kazu Huggler besteht seit langem. Bereits als Kind nähte die Designerin mit einer Bernina Nähmaschine. Bis heute ist sie dem Steckborner Familienunternehmen treu geblieben. Die Eindrücke ihrer Reise und die Auswirkungen des Tsunamis haben die Designerin geprägt. «Seit den katastrophalen Ereignissen im März dieses Jahres ist es für mich unumgänglich geworden, mein kreatives Schaffen in einen neuen Zusammenhang zu stellen. Meine neue Kollektion «Ainu» ist eine Reflexion über das Zusammenleben zwischen Mensch und Natur im Zeichen der modernen Technologie, Innovation und der Überwältigung von der Natur», sagt sie. Besonders wichtig sind ihr dabei Kinder und Jugendliche. «Sie sind unsere Zukunft, für sie müssen wir besonders sorgen.»

Engagement wird intensiviert

Das Charity-Engagement wird in Zukunft fester Bestandteil ihrer Arbeit als Designerin sein. Die nächste Reise in ihr Heimatland ist bereits geplant. Die Zusammenarbeit mit Bernina wird 2012 noch intensiviert. (red.)