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Ems knackt die Zwei-Milliarden-Marke

Auch im Geschäftsjahr 2017 lässt das von Magdalena Martullo geführte Unternehmen die Rekorde purzeln. Dies trotz steigender Rohstoffpreise.

Rekorde sind bei der Ems-Gruppe mittlerweile zur Gewohnheit geworden. Im vergangenen Jahr reihte das auf Spezialkunststoffe fokussierte Unternehmen weitere hinzu. Erstmals wurde die Umsatzmarke von 2 Milliarden Franken geknackt. Konkret stieg der Umsatz um 8,2 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Franken, wie Ems-Chefin Magdalena Martullo an der Bilanzmedienkonferenz sagte. Der operative Gewinn stieg um 6,3 Prozent auf 582 Millionen Franken – auch das ein Bestwert. Der Konzerngewinn erhöhte sich um 6,3 Prozent auf 484 Millionen Franken. Einzig die Gewinnmarge ging, auf hohem Niveau, leicht zurück auf 27 Prozent. Im Konkurrenzvergleich schneidet Ems damit immer noch sehr gut ab.

Die Margen kamen besonders wegen steigender Rohstoffpreise unter Druck. So hat sich allein der Ölpreis in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt. «Die steigenden Rohstoffpreise waren unsere Hauptherausforderung», sagte Martullo. Man habe die Preise für die Kunden teilweise im Zwei­wochenrhythmus anheben müssen. Dies könne sich Ems nur leisten, weil man innovativ sei und exklusive Produkte anbiete, für die man am Markt keinen Ersatz finde, sagte Martullo.

Für Boom bei Elektroautos gerüstet

Die meisten der Kunden kommen aus der Autoindustrie. Hier generiert das Unternehmen 60 Prozent seines Umsatzes. Die Autobauer müssen wegen des Pariser Klimaabkommens und verschiedener nationaler Zielsetzungen ihren CO2-Ausstoss reduzieren und suchen daher ständig nach Gewichtsreduktionen. Ems kann hier mit ihren Kunststoffen, die für Hochtemperatur-Anwendungen und als Metallersatz dienen, Lösungen anbieten.

Die Autobranche ist derzeit vor allem wegen der weltweiten Förderung der Elektromobilität im Umbruch. Ems rechnet sich auch in diesem Markt gute Chancen aus. Der Anteil hochpolymerer Werkstoffe in einem Elektroauto wird von Christian Kruse, Leiter Anwendungstechnik, etwa gleich hoch eingeschätzt wie in einem Auto mit klassischem Verbrennungsmotor. So greift etwa mit Tesla auch der bekannteste Elektroauto-Hersteller bereits für diverse Teile in seinen Fahrzeugen auf Ems-Produkte.

Martullo wird der Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 18 Franken pro Aktie vorschlagen. Das entspricht einer Rendite von 2,9 Prozent pro Aktie. Hauptprofiteure sind Martullo und ihre Schwester Rahel Blocher, die zusammen rund 60% an Ems halten. Ob der vielen guten Nachrichten stieg die Ems-Aktie gestern um 1,9 Prozent, trotz eines negativen Gesamtaktienmarkts. Für 2018 ist das Management der Ems zuversichtlich: Umsatz und operativer Gewinn sollen leicht steigen.

Stefan Bisculm

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