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Einzigartig ist gut, grossartig ist besser

Im Final des WTT Young Leader Award der Fachhochschule St. Gallen (FHS) sind die Preisträger gekürt worden. In der Kategorie Marktforschung siegte das Team Oertli. In der Kategorie Managementkonzeption das Team Büchler Reinli + Spitzli.
Thorsten Fischer
Das Siegerteam Managementkonzeption (von links): Philipp Sutter, Nicolas Gorlero, Fabian Ritter, Projektleiter Johannes Grob und Luca Pieli. r (Bilder: Urs Buche)

Das Siegerteam Managementkonzeption (von links): Philipp Sutter, Nicolas Gorlero, Fabian Ritter, Projektleiter Johannes Grob und Luca Pieli. r (Bilder: Urs Buche)

Wohin man auch blickt, jeder strebt heute nach Differenzierung und Einzigartigkeit. Das ist zum einen eine gute Idee, wie Sebastian Wörwag, Rektor der Fachhochschule St. Gallen (FHS),gestern abend in der Tonhalle an der Vergabe der WTT Young Leader Awards zeigte. Er tat dies anhand eines Vergleichs: 65 000 Kirchtürme haben die italienischen Kirchenbauer in den letzten Jahrhunderten erbaut. Welcher davon ist im kollektiven Gedächtnis haften geblieben? Richtig, der schiefe Turm von Pisa – er hebt sich durch seine Schrägheit von allen anderen ab.

Allerdings kann Einzigartigkeit auch Einsamkeit bedeuten. Als weiterführendes Element nannte Wörwag daher die Grossartigkeit. Sie wirkt zusätzlich nachhaltig und verbindend. Ein Anstoss in diese Richtung ist der Young Leader Award, mit dem besondere Leistungen von studentischen Projektteams in Firmen gekürt werden.

Stefan Kölliker, Bildungsdirektor des Kantons St. Gallen, wies auf weitere besondere Anstrengungen in der Region hin: Neue Studienschwerpunkte im Bereich Informatik seien am Entstehen und zählten wie das vernetzte Denken zu den Fähigkeiten, die immer gefragter sein.

Eine Vernetzung, die sich physisch zunehmend in der Stadt St. Gallen spiegeln soll, wie Stadtrat Peter Jans verdeutlichte. Neben dem Glasfaserausbau steht das Internet der Dinge oben auf der Traktandenliste. Bestens vertraut mit vernetztem und unkonventionellem Denken ist auch Klauspeter Nüesch, Präsident von Nüesch Development. Der Ostschweizer Kosmopolit konzipiert weltweit besondere Immobilienprojekte. Nüesch lebt heute in Hongkong. Für das Award-Referat war er gestern in die Gallusstadt gekommen. In St. Gallen-St. Fiden aufgewachsen, liess er durchblicken, dass ihm – neben all den weltweiten Projekten – die Idee der Gleis- und Autobahnüberdachung in diesem Areal besonders am Herzen liege. Bei der Preisvergabe durch Moderator Peter Müller schwang in der Kategorie Marktforschung das Team Oertli Instrumente (Produkte für die Augenchirurgie) obenaus.

Das Projektteam hatte eine ausführliche Kundennutzenanalyse für die Bernecker Oertli durchgeführt. Die Analyse wurde von der Jury als detailliert und spannend zu lesen eingestuft – auch für ausserhalb der Branche. Dahinter aufs Podest schaffte es das Team SFS Intec und das Team De Martin. In der Kategorie Managementkonzeption setzte sich das Team Büchler Reinli + Spitzli durch. Beim Flawiler Präzisionshersteller verfeinerte das Projektteam das Rechnungs- und Berichtswesen. Verschiedene bisher unabhängige Hilfsmittel wurden erfolgreich in die betriebliche Software integriert.

Die weiteren Plätze in dieser Kategorie gingen an das Team Leica Geosystems und das Team Plaston. Insgesamt betrug die Gewinnsumme 22 000 Franken. Bühler AG und Leica Geosystems AG überreichten aus ihren Sponsoringbeiträgen für die beiden Gewinnerteams je 6000 Franken. Bauwerk Parkett AG und die Genossenschaft Migros Ostschweiz übergaben für die Zweitrangierten je 3000 und die Drittrangierten je 2000 Franken.

Die Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag griff das Thema Einzigartigkeit zum Schluss nochmals auf. Sie rief ein altes Dichterwort in Erinnerung, dass alle Menschen als Individuen geboren würden – aber zu viele als Kopien sterben würden.

Das Siegerteam Marktforschung (von links): Raffaele Vignacastrisi, Matthias Nideröst, Manuel Bayer, Projektleiter Marco Otti und Ramon Beerli. (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

Das Siegerteam Marktforschung (von links): Raffaele Vignacastrisi, Matthias Nideröst, Manuel Bayer, Projektleiter Marco Otti und Ramon Beerli. (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

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