Einkauf heute: Mal im Internet, mal im Laden

Einkaufen im Internet konkurrenziert zunehmend traditionelle Läden. Als zukunftsträchtig gilt eine Kombination beider Möglichkeiten.

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ZÜRICH. Flugtickets werden am liebsten im Internet gekauft. Von rund tausend Befragten gaben fast zwei von drei an, dies ausschliesslich elektronisch zu tun. Bei den Ferienreisen war es jeder Zweite, der einzig via Internet buchte. An dritter Stelle stehen mit 40% Eintrittskarten für Veranstaltungen. Auch Unterhaltungselektronik, Bahnbillette und Bücher werden gern per Mausklick erworben. Am seltensten gewählt wird das Internet, mit jeweils knapp 2%, beim Kauf von Parfum, Kosmetika, Lebensmitteln und Schmuck. Das ergab eine Studie der Universität St. Gallen, die gestern in Zürich vorgelegt wurde.

Einkaufen mal so, mal so

Bei allen Produkten ist der Anteil der Kunden, die ausschliesslich im Internet kaufen, zwischen 2011 und 2013 gestiegen – mit einer Ausnahme: Bankdienstleistungen wickelten 35% nur im Internet ab. 2011 aber waren es noch fast 40%.

Was die Kunden vor allem lieben, ist die Möglichkeit, den Verkaufskanal auszuwählen. Sie kaufen gerne mal im Internet, mal im Laden. In diesem Cross-Channel-Einkaufsverhalten sieht HSG-Professor Thomas Rudolph denn auch die Zukunft.

Das Netz als «zweite Heimat»

Würden im Online-Handel in erster Linie günstige Preise geschätzt, so punkte der stationäre Handel mit Warenangebot, Beratung und Qualität, sagt Rudolph. Wenn die Anbieter «einen guten Job machen», werde der stationäre Handel nicht aussterben.

Laut der Studie nutzen mittlerweile 85% der Bevölkerung das Internet. Insgesamt ist laut Rudolph «das Internet zur zweiten Heimat geworden». (sda)

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