Eine Tochter für die Krise

Die UBS bereitet sich auf kommende Krisen vor. Nach der Restrukturierung und dem Umbau in eine Holding wird nun eine Tochtergesellschaft gegründet, die in Krisenzeiten eine Lähmung der Grossbank verhindern soll.

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Die UBS bereitet sich auf kommende Krisen vor. Nach der Restrukturierung und dem Umbau in eine Holding wird nun eine Tochtergesellschaft gegründet, die in Krisenzeiten eine Lähmung der Grossbank verhindern soll. Die UBS will in der neuen Tochter in den kommenden Jahren die konzernweiten Dienstleistungs- und Supportfunktionen ansiedeln. Im Quartalsbericht heisst es dazu weiter, das werde dazu beitragen die operative Kontinuität im Fall einer Abwicklung aufrecht zu erhalten. Von dem Schritt verspricht sich die UBS demnach nicht nur eine bessere Handlungsfähigkeit im Krisenfall, sondern auch tiefere regulatorische Kapitalanforderungen. Dazu steht im Bericht, mit dieser Massnahme erfülle die Bank die Voraussetzungen für einen Rabatt auf den vorgeschriebenen progressiven Kapitalpuffer für systemrelevante Schweizer Banken. Um die neue Rechtsform einer Holding umzusetzen, tauschte die UBS Mitte Juni Aktien der UBS AG in solche der Holdinggesellschaft UBS Group AG um. Gleichzeitig wurde die UBS Schweiz AG mit einer eigenen Banklizenz ausgestattet. Die UBS sei das erste Bankinstitut, das in der Schweiz diesen Schritt verwirklicht habe.

Die neue Schweizer Tochter betreut rund 2,7 Mio. Kunden und weist eine Bilanzsumme von gegen 300 Mrd. Fr. aus. Beschäftigt sind bei der UBS Schweiz AG mehr als 11 000 Angestellte.

Neben der Schweiz soll es auch Tochtergesellschaften in den USA und in Grossbritannien geben. In den USA seien Pläne für eine Zwischenholdingsgesellschaft eingereicht worden, heisst es dazu im Bericht der UBS. (bor)