Eine Million Umsatz im ersten Jahr

GÜTTINGEN. Das Chapter Seebrise des Business Network International (BNI) ist aus der Taufe gehoben worden. Das Netzwerk bringt Firmen zusammen, damit Geschäfte angebahnt oder getätigt werden können.

Christof Lampart
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Die Direktorin von BNI Schweiz, Danja Hermetschweiler, überreicht den Verantwortlichen des Chapters Seebrise den BNI-Wimpel. (Bild: Christof Lampart)

Die Direktorin von BNI Schweiz, Danja Hermetschweiler, überreicht den Verantwortlichen des Chapters Seebrise den BNI-Wimpel. (Bild: Christof Lampart)

BNI-Gebietsdirektor Roland Mötteli hat bei der Gründung des Chapters Seebrise in Güttingen deutlich gemacht, warum jemand einem BNI-Chapter angehören sollte: «Wer mitmacht, der tut dies in der klaren Absicht, dass er geschäftliche Kontakte sucht und dank seiner Kompetenz auch weiter empfohlen werden möchte.» Anders ausgedrückt, beim BNI muss niemand zuerst umständlich Kontakte aufbauen, um dann vielleicht mal ein Geschäft einfädeln zu können. Alle machen aufgrund desselben Ziels beim Unternehmernetzwerk mit: mehr Umsatz zu generieren.

3,7 Millionen Umsatz in Wil

Die Grösse eines Chapters umfasst rund 40 bis 45 Personen, welche zumindest in Teilbereichen anderen Berufen angehören. Dabei haben jene, die bereits Chapter-Mitglieder sind, bei Neuaufnahmen ein Vetorecht. Sollten sie der Meinung sein, dass ein Bewerber ein Konkurrent sein könnte, so können sie diesen ablehnen. Mötteli sagt, dass wer mitmache, auch weiter empfohlen werde. Im ersten Jahr seien 30 Mitglieder und ein Umsatz von einer Million Franken das Ziel. Das sei, so die nationale BNI-Direktorin Danja Hermetschweiler, die der Gründung der «Seebrise» beiwohnte, realistisch. Wie schnell es dann aufwärts gehen kann, ist am Wiler Chapter Hofburg ersichtlich. 2013 wurden dort 1270 Empfehlungen ausgesprochen, die zu einem Umsatz von 3,7 Millionen Franken führten. Zentraler Punkt sind die wöchentlichen Meetings. So trifft sich jedes Chapter rund 48mal im Jahr zum zweistündigen morgendlichen Arbeitsfrühstück, an welchem Kontakte gepflegt, neue Mitglieder sich präsentieren und Empfehlungen abgegeben werden.

Alle Mitglieder werden regelmässig auf ihr Handeln überprüft. Auch darf man lediglich dreimal im Halbjahr unentschuldigt beim Arbeitsfrühstück fehlen, und wer im Vereinsjahr durch Untätigkeit negativ auffällt, riskiert den Ausschluss aus dem Chapter. Für Mötteli ist deshalb klar: «Das Frühstück ist ein fixer Arbeitstermin, den man in der Agenda einzutragen hat.»

Eid bei Eintritt

Die Mitglieder schwören einen im Eid, und müssen damit garantieren, stets die bestmöglichste Leistung zum vereinbarten Preis zu erbringen. Für den Chapter-Direktor der «Seebrise», Paul Stahlberg aus Schönenberg, ist klar: «Das Schöne ist doch, dass ich selbst zur Lösung eines Problems beitragen kann, indem ich jemanden weiter empfehle. Das funktioniert aber nur, wenn jeder auch für den anderen schaut.»

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