Eine Karte mit Potenzial

Im Thurgau sind derzeit 4300 Geschenkkarten von TGshop im Umlauf. Damit hat die Karte seit ihrer Lancierung Ende 2009 die Erwartungen erfüllt.

Christian Weber
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Frauenfeld. 113 Thurgauer Detaillisten waren beim Start der Thurgauer Geschenkkarte dabei, die Ende 2009 lanciert worden war. Dabei handelt es sich um einen Geschenkgutschein im Kreditkartenformat. Dieser kann in einem Geschäft mit einem bestimmten Betrag geladen werden und bei allen Detaillisten als Zahlungsmittel benutzt werden, die bei der Geschenkkarte mitmachen.

Ausbaufähig

Seit der Lancierung der Karte wurden bis Ende letzten Jahres rund 220 000 Franken auf Geschenkkarten geladen. Mit der Karte wurden Einkäufe im Umfang von 95 000 Franken getätigt. Damit sind derzeit Guthaben von 125 000 Franken über die Geschenkkarte im Umlauf. «Die Geschenkkarte hat sich im Rahmen der Erwartung entwickelt», sagt Matthias Hotz, Präsident des Verbandes TGshop, in dem die Thurgauer Detailhändler zusammengeschlossen sind.

Er habe allerdings das Gefühl, dass in der Karte noch beträchtliches Entwicklungspotenzial schlummere. Ein gutes Jahr nach der Lancierung der Karte ist die Zahl der Fachgeschäfte, die sich beteiligen, in etwa gleich- geblieben. Neun Geschäfte bieten die Karte neu an, fünf haben die Vereinbarung gekündigt. Zwei haben ihr Geschäft aufgegeben. Hotz ist überzeugt, dass das Potenzial vorhanden ist, dass sich weitere Detaillisten an der Karte beteiligen werden.

Als Präsent für Mitarbeiter

In der Vorweihnachtszeit sei die Geschenkkarte besser benutzt worden, sagt Hotz. Zahlreiche Thurgauer Unternehmen würden die Karte als Mitarbeiterpräsent nutzen und direkt bei der Geschäftsstelle von TGshop beziehen. Insgesamt sind über 4300 Thurgauer Geschenkkarten im Umlauf. Es sei sicher so, dass einzelne Fachgeschäfte stärker von der Geschenkkarte profitieren würden als andere, sagt Hotz. Das sei aber weniger ein branchenspezifisches Problem.

Das könne vielmehr daran liegen, dass einzelne Detaillisten sich stärker für die Karte einsetzen würden. Man könne nicht davon ausgehen, dass jeder Kunde von sich aus wisse, dass ein Geschäft die Thurgauer Geschenkkarte anbiete.