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Ein Schirm für jedes Wetter

Die Schirme der Glatz AG spenden Schutz gegen Regen und Sonne – und sind immer einen Schritt voraus. Denn schon seit dem ersten abknickbaren Sonnenschirm werden die Produkte des Frauenfelder Schirmherstellers oft kopiert .
Christof Lampart
Nicht nur Sonnenschirme: Auch vor dem Herbstregen kann man sich mit den Produkten aus Markus Glatz' Unternehmen schützen. (Bild: Christof Lampart)

Nicht nur Sonnenschirme: Auch vor dem Herbstregen kann man sich mit den Produkten aus Markus Glatz' Unternehmen schützen. (Bild: Christof Lampart)

FRAUENFELD. Gewiss: Produzenten, die schön designte Sonnen- und Regenschirme für Private, aber auch Restaurants und andere Firmen herstellen, gibt es weltweit zu Genüge. Was Glatz jedoch so speziell macht, sind die Komfortansprüche, welche die Sonnenschirme «made in Frauenfeld» zu erfüllen vermögen. So verwendet das Familienunternehmen, das unter der Leitung von CEO Markus Glatz steht, für die Fertigung ausschliesslich hochwertige Materialien und Produktionstechnologien. Doch was heisst das genau? «Wir achten sehr darauf, dass wir Stoffe nehmen, welche die schädlichen UV-Strahlen von den Benutzern unserer Sonnenschirme filtern und somit weghalten», sagt Markus Glatz. Die Sonnenschirme tragen sogar das UPF-Siegel der australischen Regierung. Das steht für «Ultraviolet Protection Factor» und misst den Sonnenschutzfaktor in einer Skala von 15 bis 50; alles, was einen noch höheren Sonnenschutzfaktor hat, wird mit «50+» gekennzeichnet – und genau dieses «50+» tragen die Stoffe der Glatz-Sonnenschirme. «Ich denke, dass wir das einfach unseren Kunden schuldig sind, denn sie wollen ja ihren Schirm vorbehaltlos geniessen können», sagt Markus Glatz.

Immer einen Schritt voraus

Dass ein Sonnenschirm immer mehr können sollte als nur gerade die Hitze abzuhalten und Schatten zu spenden, war für Glatz schon immer selbstverständlich. Der grosse Aufschwung kam bei den Frauenfeldern, die mit dem Slogan «Von der Sonne empfohlen» werben, in den Nachkriegsjahren, als der mittlerweile zur Design-Ikone erhobene Schirm «Alexo» viele Nachahmer fand. «Wir lancierten den abknickbaren Schirm zwar schon 1931, doch so richtig in Fahrt kam er erst in den 1950er-Jahren als unser Patent ausgelaufen war», erzählt Markus Glatz. 1959 kam dann der «Pendalex V+», der erste Freiarmschirm weltweit, auf den Markt; Innovation war schon immer ein Markenzeichen von Glatz. Kein Wunder also, sind es sich die Frauenfelder gewohnt, dass man sie früher oder später kopiert. «Wir müssen unseren Mitbewerbern halt stets einen Zacken voraus sein», gibt denn auch der CEO eine unmissverständliche Devise an die 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heraus, welche gegenwärtig in Frauenfeld Sonnenschirme herstellen.

Glatz produziert sowohl Sonnenschirme für den Privatgebrauch als auch aufwendige Outdoor-Lösungen, wie sie oft für Hotels und Restaurants benötigt werden. Die Preise variieren da zwischen rund 150 und 15 000 Franken. Während dem Preis nach oben fast keine Grenzen gesetzt sind, liegt die Maximalgrösse für einen einzelnen Sonnenschirm gegenwärtig bei neun Metern Durchmesser. Theoretisch seien auch grössere Sonnenschirme herstellbar, doch müsse man als Hersteller auch garantieren können, dass die Schirme bei beachtlichen Sturmstärken nicht kippen. Am meisten geordert werden Schirme mit einem Durchmesser von drei bis vier Metern. Als beste Umsatzzonen erweisen sich die Länder mit einem gemässigten Klima – und nicht, wie man wohl meinen könnte, die südlichen Destinationen. «Ein Spanier käme nie auf die Idee, dass er sich am Nachmittag draussen hinlegen müsste. Der geht ins Haus und kommt dann wieder heraus, wenn die Sonne nicht mehr so stark scheint», weiss Markus Glatz. So gesehen trägt auch der Klimawandel viel weniger zum Umsatz bei, als man als Laie annehmen könnte.

Aufschwung dank Sommerzeit

Eine Änderung, welche den Verkauf von Sonnenschirmen viel mehr ankurbelte, war die Einführung der Sommerzeit im Jahr 1982, welche das Ziel hatte, das Tageslicht im Sommer effizienter zu nutzen. «Damals haben wir wirklich einen Aufschwung gespürt», erinnert sich Markus Glatz. Einen solchen hätten sich die Frauenfelder Schirmmacher auch in diesem Jahr gewünscht, doch das Wetter «war einfach in der entscheidenden Einkaufsphase zu schlecht», weiss Glatz. Da nutzten auch die brandheissen Tage Ende August nichts mehr. «Die Leute denken an den Schirmkauf im Frühling und nicht Ende Sommer», weiss Glatz aus Erfahrung.

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