Ein preiswürdiger Start

Die FDP Thurgau hat ihren KMU-Preis gestern an die Apoveda Engineering GmbH verliehen. Damit ist ein Start-up-Unternehmen ausgezeichnet worden, das noch nicht einmal das erste Geschäftsjahr hinter sich hat.

Stefan Borkert
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Auftakt nach Mass: (v. l.) Jonathan Müller und Daniel Meile tüfteln an der Lösung eines Problems. (Bild: Reto Martin)

Auftakt nach Mass: (v. l.) Jonathan Müller und Daniel Meile tüfteln an der Lösung eines Problems. (Bild: Reto Martin)

WEINFELDEN. Wie viel Futter brauchen die Fische? Muss die Wassertemperatur angepasst werden? Die Rede ist von einer Fischzucht mitten in der Stadt Basel. Man nennt es auch urban farming. Es ist die Apoveda Engineering GmbH mit Sitz in Stettfurt, die die Steuerungen und Überwachungssensoren, die Software und die technische Lösung für dieses Projekt entwickelt und realisiert hat.

Jetzt im Schweizer Final

Gestern ist die Apoveda als Start-up von der FDP Thurgau mit deren diesjährigem KMU-Preis ausgezeichnet worden. Damit verbunden ist die Teilnahme am Final des KMU-Preises der FDP Schweiz. Das Unternehmen ist noch kein Jahr alt und schon ausgezeichnet: ein preiswürdiger Start in die Geschäftswelt.

Hinter der Apoveda Engineering verbergen sich zwei Studenten der ETH Zürich: Jonathan Müller und Daniel Meile. Im September 2012 hat Daniel Meile die Firma gegründet. Der Firmenname? «Das ist ein Kunstwort», sagt Daniel Meile. Anfang Dezember ist dann Jonathan Müller als Mitinhaber eingestiegen. Die beiden haben in ihrer WG in Dietikon einen Arbeitsraum mit technischen Geräten und Computern eingerichtet. «Nein, das Studium wollen wir schon abschliessen», sagt Daniel Meile auf die Frage, ob sie sich ganz der Firma widmen werden. Immerhin wurde bereits im ersten, noch nicht mal vollendeten Geschäftsjahr ein Umsatz von um die 50 000 Franken erzielt. Tendenz steigend.

Aus eigenen Mitteln finanziert

Die beiden Studenten haben bisher ihre Kunden über Mundpropaganda gefunden. Einen Auftrag erhielten sie auch über das Internet. Der Kunde habe sie gegoogelt, die Internetseite gefunden und kontaktiert, so Jonathan Müller. Über zu wenig Nachfrage können sie sich nicht beklagen. Bereits laufen wieder neue Verhandlungen. Sie hätten eigentlich einfach mal losgelegt, sagt Daniel Meile, der mehr Elektroniker ist und eine Ausbildung bei Baumer Electric in Frauenfeld gemacht hat. Sie wollten mit eigenen Mitteln auskommen. «Da wir kein eigenes Produkt herstellen, halten sich die Kosten in Grenzen», so Meile. Für den Softwarespezialisten Jonathan Müller gilt das genauso. Wobei beide die Entwicklung eines eigenen Produkts nicht ausschliessen. Aber das sei Zukunftsmusik.

Inzwischen haben sich die beiden Jungunternehmer an das Startnetzwerk Thurgau gewendet. Das sei völlig unproblematisch verlaufen. Sie hätte jetzt einen Coach, der sie berate, zum Beispiel bei Arbeitsverträgen. Bislang seien Mitarbeiter noch per Handschlag engagiert worden.

www.apoveda.ch

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