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Ein Köder für blutige Anfänger auf zwei Brettern

Der Frankenschock wirkt nach: Schweiz Tourismus erwartet diesen Winter lediglich eine Stabilisierung der Hotelübernachtungen. Neuen Schwung bringen sollen Neueinsteiger auf den Skipisten.
Stefan A. Schmid/Zürich
Asiaten, die zum ersten Mal in ihrem Leben auf Ski stehen, bergen Potenzial für den Schweizer Tourismus. (Bild: Gaëtan Bally/KEY (Titlis, 29. März 2014))

Asiaten, die zum ersten Mal in ihrem Leben auf Ski stehen, bergen Potenzial für den Schweizer Tourismus. (Bild: Gaëtan Bally/KEY (Titlis, 29. März 2014))

In gut 100 Tagen ist es so weit: Dann kämpfen unsere Skistars Lara Gut und Carlo Janka an der WM in St. Moritz um Gold. Aber auch für den Tourismus ist die Ski-WM von enormer Bedeutung, steht die Wintersportnation Schweiz dadurch doch fast zwei Wochen im Fokus: Bilder verschneiter Winterlandschaften, perfekt präparierter Pisten und begeisterter Schneesportfans werden um die Welt gehen.

Diese Plattform gelte es zu nutzen, sagte Franco Giovanoli an der Winter-Medienkonferenz von Schweiz Tourismus. Der Direktor der Ski-WM fügte an, dass St. Moritz organisatorisch auf Kurs sei und – mit einem Schmunzeln – dass das Wachstum der Engadiner Vogelbeerbäume jede Menge Schnee verspreche.

Die WM als Werbeplattform sowie ideale Schneeverhältnisse – das würde dem Schweizer Tourismus gerade recht kommen. Denn die letzten Jahre waren überschattet von der Eurokrise: Die Gästezahlen aus Europa sind seit 2008 um über 30% eingebrochen. «Die Talsohle ist zwar erreicht», sagt Schweiz-Tourismus-Direktor Jürg Schmid. Für diesen Winter rechnet er aber lediglich mit einer Stabilisierung der Hotelübernachtungen. Negativer formuliert, kann man von Stagnation sprechen. Eine «sanfte Erholung» wird laut Schmid erst im Sommer einsetzen.

Neues Rundum-Angebot für Einsteiger

Seit Jahren ist zu beobachten, dass die Gäste weniger lang bleiben, die Zahl der Wintersportler abnimmt und sie ihrem Hobby weniger oft frönen. Der Schneesport-Tourismus müsse neue Gäste erreichen, sagt Schmid. Potenzial ist da. So zeigt eine Studie, dass in der Schweiz, in Österreich und Deutschland fast 20 Millionen Menschen Ski fahren – und zwölf Millionen daran interessiert seien. Zudem erlebt der Skisport im asiatischen Raum gerade einen Boom – die Zahl der Skigebiete und Wintersportler ist in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. Dieser Markt der Ski-Anfänger und -Wiedereinsteiger soll mit dem Angebot «One Day Ski Experience» bedient werden. In 19 Schweizer Skigebieten erhalten Gäste an einem Tag eine komplette Skiausrüstung, eine Halbtageskarte und eine Lektion Skiunterricht mit mehrsprachigen Instruktoren. Dies ab 150 Franken. Das Angebot richte sich in erster Linie an Wintergäste aus Asien und Expats, kann aber auch von Schweizern genutzt werden. Sie alle sollen das Skifahren nicht mühsam und allein lernen müssen, sondern dank des Eintagesangebots «schnelle Glücksgefühle» erleben.

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