EIGENKAPITAL
Zur Rose will finanziell flexibel bleiben

Im Falle von Finanzierungen, Akquisitionen usw. rasch handeln können – um dieses Anliegen zu erfüllen, will der Verwaltungsrat der Zur Rose Group das Kapital erhöhen dürfen.

Thomas Griesser Kym
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Medikamente im Logistikzentrum der Zur Rose Group.

Medikamente im Logistikzentrum der Zur Rose Group.

Gaëtan Bally/KEY (Frauenfeld, 17. November 2016)

Genehmigtes Kapital schaffen und das bedingte Kapital erhöhen: Unter anderem diese beiden Traktanden werden der Generalversammlung (GV) der Versandapotheke und Ärztegrossistin Zur Rose Group mit Sitz in Frauenfeld vorgelegt. Das geht aus der Einladung zur GV vom 29. April 2021 hervor.

Zum einen beantragt der Verwaltungsrat den Aktionären die Schaffung von genehmigtem Aktienkapital im Nennwert von maximal 31,579 Millionen Franken. Dies durch die Ausgabe von maximal gut 1,052 Millionen Namenaktien. Stimmen die Aktionäre zu, ermächtigen sie den Verwaltungsrat, bei Bedarf Aktien auszugeben und das Aktienkapital entsprechend zu erhöhen.

Zum anderen beantragt der Verwaltungsrat, das bedingte Aktienkapital für Finanzierungen, Akquisitionen und andere Zwecke auf ebenfalls 31,579 Millionen Franken erhöhen zu können, durch die Ausgabe von gut 1,052 Millionen Namenaktien. Bedingtes Kapital dient beispielsweise dazu, Fremdkapital wie etwa Wandelanleihen in Eigenkapital umzuwandeln.

Jüngste Kapitalerhöhung ist noch nicht lange her

Der Verwaltungsrat möchte zudem die Gesamtzahl der Aktien, die aus genehmigtem und bedingtem Aktienkapital ausgegeben werden können, auf insgesamt 10 Prozent des aktuell eingetragenen Aktienkapitals beschränken. 10 Prozent entsprechen gut 1,052 Millionen Namenaktien. Damit könnte also in Summe maximal die Hälfte der möglichen Aktien aus dem genehmigten und dem bedingten Kapital ausgegeben werden.

Zuletzt hat die Zur Rose Group am 17. Juli 2020 das Kapital erhöht, und zwar aus genehmigtem Kapital. Durch die Ausgabe von gut 740'000 Aktien flossen dem Unternehmen damals 212,6 Millionen Franken zu. Die Mittel dienten unter anderem zur Finanzierung der Übernahme der deutschen TeleClinic GmbH. Weitere Verwendungszwecke sind die Markteinführung von eRx-Lösungen (elektronisches Rezept) sowie die Finanzierung von Wachstum, Investitionen und weiterer potenzieller Übernahmen.