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DSV lässt Panalpina Zeit nach Übernahmeangebot

Der Chef des dänischen Logistikkonzerns äussert sich zur geplanten Übernahme, und auch dazu, ob das Angebot angehoben werden könnte.

Der dänische Logistikkonzern DSV drängt Panalpina bezüglich der 4 Milliarden Franken schweren Übernahmeofferte nicht zu einer schnellen Antwort. «Wir geben ihnen die notwendige Zeit», sagte DSV-Konzernchef Jens Björn Andersen am Mittwoch zu Journalisten. «Wir verstehen, dass das eine grosse Entscheidung ist», so Andersen weiter. Seitdem Panalpina – die Firma gehört zu 46 Prozent der in Zug ansässigen Ernst-Göhner-Stiftung – die Zukaufspläne von DSV vergangene Woche veröffentlicht hatte, sei es zu keinem weiteren Austausch gekommen. Die eigenen Aktionäre hätten positiv auf den Vorstoss reagiert.

Grösste Übernahme in der DSV-Geschichte

Panalpina wäre die grösste Übernahme in der Geschichte von DSV. Im Rahmen eines unverbindlichen Vorschlags stellten die Dänen kürzlich ein Angebot von 170 Franken in bar und eigenen Aktien in Aussicht. Weil seitdem auch die DSV-Aktien stiegen, ist die Offerte inzwischen mehr wert. An der Börse wird spekuliert, ob der Logistikkonzern Kühne+Nagel oder ein anderer Wettbewerber eine Konkurrenzofferte für Panalpina unterbreiten könnte.

Andersen wollte sich nicht zur Frage äussern, ob DSV das Angebot anheben könnte. Die vorliegende Offerte sei aber attraktiv und gemessen am Betriebsergebnis von Panalpina eine der höchsten in der Branche überhaupt, versicherte er. Der Konzern werde beim Preis diszipliniert bleiben. «Der zukünftige Erfolg von DSV hängt nicht von dieser Akquisition ab», sagte der Däne. «Wir haben keine Angst, zwei Mal zu scheitern.»

Bei Ceva gescheitert

Vergangenes Jahr hatte der Konzern um die Baarer Ceva Logistics gebuhlt, war mit den Plänen aber aufgelaufen. Ob DSV bei Panalpina zum Zug kommt, dürfte vor allem von der Ernst Göhner Stiftung abhängen, die rund 46 Prozent der Panalpina-Anteile hält. Andersen signalisierte bezüglich der zukünftigen Ausschüttung an die Aktionäre Gesprächsbereitschaft. Panalpina zahlt gemessen am Börsenwert gegenwärtig deutlich mehr Dividende als DSV.

DSV und Panalpina würden sich hervorragend ergänzen, erklärte Andersen. Während Panalpina in der Luft- und Seefracht zu den führenden Anbietern gehörten, sei DSV etwa im Strassentransport stark. Trotzdem deutete Andersen an, dass es bei einem Vollzug der Transaktion zu einem Stellenabbau kommen dürfte. «Es gäbe Überlappungen.» Dabei würde die am besten geeignete Person den Job bekommen. «Aber es ist nicht so, dass der ganze Business Case darauf beruht, viele Mitarbeiter zu entlassen.»

DSV rechnet nicht mit Widerstand der Kartellbehörden gegen einen Zusammenschluss mit Panalpina. «Wir werden nirgends eine dominante Marktposition haben», sagte Andersen. DSV würde den eigenen Marktanteil von gegenwärtig zwei bis drei Prozent mit Panalpina lediglich auf drei bis vier Prozent ausbauen. Damit würden die Dänen von der weltweiten Nummer fünf zur Nummer vier der Brachen.

Als Marktführer gilt DHL. Doch der Kaufhunger von DSV dürfte auch nach Panalpina noch nicht gestillt sein. «Langfristig ist das nicht notwendigerweise die letzte Akquisition, die wir machen», erklärte Andersen. (sda)

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