Drei im Finale des vierten Preises

Die Gewinner für den Thurgauer Start Award stehen fest. Die Rangliste wird am 23. März 2020 bekanntgegeben.

Stefan Borkert
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Die Sieger des letzten Start Awards 2018 freuen sich über ihre Auszeichnung und das Preisgeld.  Bild: PD

Die Sieger des letzten Start Awards 2018 freuen sich über ihre Auszeichnung und das Preisgeld.  Bild: PD

Die Auswahl ist getroffen. Drei Thurgauer Jungunternehmen haben es ins Finale des vierten Start Award geschafft. Es sind: die Modeso Ventures GmbH mit ihrer Software «1LIMS» aus Märstetten, die «Umuntu» GmbH aus Ermatingen und die «yép» Schuhmanufaktur Ringli aus Weinfelden. Eine Jury, bestehend aus Vertretungen der Industrie- und Handelskammer Thurgau, dem Thurgauer Gewerbeverband, dem Kanton Thurgau, der Thurgauer Kantonalbank (TKB) und den Medienpartnern Tagblatt und Leader, hat die Finalisten aus insgesamt 24 Bewerbungen ausgewählt.

Das Startnetzwerk Thurgau zeichnet mit dem Jungunternehmenspreis Start Award Start-ups aus dem Kanton Thurgau aus, die in den vier Kategorien Unternehmerpersönlichkeit, Geschäftsmodell, Potenzial zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Nachhaltigkeit überzeugen. Die Preisträger werden am 23. März 2020 im Rahmen der Delegiertenversammlung des Thurgauer Gewerbeverbandes ausgezeichnet.

Die drei auf dem Treppchen

Die Start-Award-Jury hat unter dem Vorsitz von Thomas Maron, Präsident des Vereins Startnetzwerk Thurgau und Unternehmer in Romanshorn, die drei Preisträger ausgewählt. Es handelt sich um Start-ups mit Sitz im Kanton Thurgau, deren Gründung nicht länger als fünf Jahre zurückliegt und die eine aktive Tätigkeit am Markt nachweisen können.

Die Modeso Ventures GmbH hat die Qualitätssicherungs­software «1LIMS» entwickelt. «1LIMS» steht für Labor Informations- und Management System. Es verbindet das komplexe Ökosystem von Mitarbeitern, Systemen und Geräten in der Lebensmittelindustrie. Durch die automatisierbaren Prozesse können Fehler minimiert und die Prozesseffizienz gesteigert werden. Zudem wird die Transparenz und der Rückverfolgbarkeit erhöht. Ziel der Jungunternehmer ist es, die Grundlage für eine vollständig transparente und digitale Wertschöpfungskette aufzubauen.

Die «Umuntu» GmbH wird ab 2020 Evodrop GmbH heissen. Sie produziert seit 2017 ökologisch nachhaltige Wasserfilter auf physikalischer Basis. Das Ermatinger Start-up hat eine patentierte Nanofiltration entwickelt und unterstützt mit dem «Umuntu Movement» sozioökologische Hilfsprojekte auf der ganzen Welt. Die «Umuntu» GmbH hat es sich zum Ziel gesetzt, mit ökologisch nachhaltigen Filtersystemen schadstofffreies Wasser aufzubereiten und für jeden Verwendungszweck, sowohl privat als auch kommerziell, zu optimieren.

Die «yép» Schuhmanufaktur Ringli, Weinfelden, mit Inhaberin Ena Ringli lässt mit der Schuhmanufaktur «yép» die traditionelle Handwerkskunst wieder aufleben. Die Damenschuhe werden von ihr in der Schweiz entwickelt und in einem kleinen Familienbetrieb im norditalienischen Vigevano in Kleinserien gefertigt. Die Herrenschuhe von «yép» werden in der Manufaktur in Weinfelden vollständig von Hand gefertigt. So entstehen Schuhe für höchste Ansprüche in Bezug auf Passform, Qualität und Nachhaltigkeit.

Die Jury des Start Award

Der achtköpfigen Jury gehören Thomas Maron, Präsident des Vereins Startnetzwerk Thurgau, Christine Bolt, Leiterin Marketing und Lesermarkt und stellvertretende Leiterin St.Galler Tagblatt AG, Beat Hirt, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Thurgau, Remo Lobsiger, Leiter Geschäftskunden bei der TKB, Brigitte Kaufmann, Leiterin des Bereichs Politik des Thurgauer Gewerbeverbandes, und Daniel Wessner, Chef des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Thurgau, Christoph Lanter, Verwaltungsratsmitglied Metrocomm AG, und Tiziana Ferigutti, Geschäftsführerin Startnetzwerk Thurgau, an. Das Preisgeld beträgt insgesamt 15000 Franken.