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DIGITALISIERUNG: Einkäufer als Innovatoren

Die InnoSourcing GmbH ist in der gemeinsamen Beschaffung für Industrieunternehmen aktiv. Nun entwickelt sie sich weiter zum Wissensmanager.
Martin Sinzig

Interview: Martin Sinzig

Hansruedi Blickenstorfer und Thomas Schnadt sind Mitinhaber und Gründer der InnoSourcing GmbH. Das vor 19 Jahren gegründete Ostschweizer Unternehmen engagiert sich nicht nur in der Einkaufsbündelung für Industriebetriebe, sondern will seinen Mitgliedern vermehrt auch digitale Dienste erschliessen.

Hansruedi Blickenstorfer, Sie präsentieren Ihre Firma als Drehscheibe. Wie läuft das?

Blickenstorfer: Wir sehen uns als Motor des ganzen Beschaffungsprozesses. Wir platzieren den Bedarf unserer Mitgliedfirmen so am Markt, dass sie den besten Nutzen haben. Auf der anderen Seite handeln wir mit Lieferanten partnerschaftlich aus, dass sie einen Teil der Marge abgeben, dafür aber Langfristigkeit in der Geschäftsbeziehung gewinnen. Das ist eine Win-Win-Situation.

Thomas Schnadt, an Ihrer jüngsten Kundentagung warnten Sie vor dem digitalen Tornado. Weshalb?

Schnadt: In unseren fast täglichen Kontakten mit Kunden beobachten wir, dass das Thema ­Digitalisierung nicht aktiv angegangen wird. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass viele den Einstieg in die digitale Welt verschlafen. Dennoch haben wir festgestellt, dass die Unternehmen daran arbeiten, vielleicht langsamer, als das andere tun, doch mit einer gewissen Konstanz. Das Thema ist angekommen, aber jetzt muss man aktiv dran arbeiten.

Welche Fragen werden von den Einkäufern diskutiert?

Blickenstorfer: Eine Frage lautet zum Beispiel: Wird der operative Einkauf zu 100 Prozent automatisiert? Eine Gruppe, die dieses Thema bearbeitete, kam zum Schluss, dass es in fünf Jahren so weit ist. Wir wollen vor Augen halten, dass da eine Veränderung stattfindet, und wir machen beliebt, dass die Einkäufer proaktiv werden, dass sie zu Datenspezialisten werden und nicht nur Kostensenkungen erzielen, sondern innovative Treiber im Unternehmen werden.

Sie entwickeln neben der Einkaufsbündelung auch neue digitale Produkte?

Schnadt: Wir gehen davon aus, dass man auch digitale Services bündeln kann. Daher werden wir eine Serie von Produkten aufbauen, die wir unseren Mitgliedern kostengünstig anbieten können. Das Spektrum reicht von Wirtschaftsauskünften bis zum Lieferantenmanagement und zum strategisch-operativen Einkauf.

Die InnoSourcing entwickelt sich also vom reinen Vertrags- zum Wissens­manager?

Blickenstorfer: Richtig. Wenn wir bei dem verharren, was wir heute tun, sind wir selber gefährdet. Es kann durchaus eine Software kommen, die uns substituiert. Dem wollen wir vorbeugen. Wir wollen mitgestalten und den Anschluss nicht verpassen. Wir wollen die Werkzeuge, die heute verfügbar sind, so nutzen, dass wir unseren Kunden auch künftig einen Mehrwert bieten können, den sie alleine nicht erreichen.

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