Digitale Fensterproduktion
Smartwindows will nicht jeden Auftrag «auf Teufel komm raus» mitnehmen – Geschäftsführer Briano sagt: «Wir digitalisieren konsequent»

Zusammen mit Adrian Schlumpf war Patrick Briano vom Konkurs der Swisswindows AG betroffen. Im Verlauf der Konkursbewältigung keimte die Idee, mit Smartwindows eine neue Firma zu gründen. Inzwischen hat Smartwindows an den ehemaligen Standorten von Swisswindows die Arbeit aufgenommen.

Stefan Borkert
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Smartwindows setzt ganz auf die digitalisierte Produktion.

Smartwindows setzt ganz auf die digitalisierte Produktion.

Bild: PD

Wie kam es zur Gründung von Smartwindows?

Das Konkursamt hat Adrian Schlumpf und mich nach dem Konkurs um Unterstützung gebeten. Wir haben ein Kernteam zusammengestellt und anschliessend mehr als 280 Baustellen für Kunden fertiggestellt, um Schäden für Dritte so gering wie möglich zu halten. Ende Mai 2020 waren wir damit durch und konzentrierten uns auf den Businessplan für unser neues Unternehmen. Im August war dann die Smartwindows AG geboren.

Und die Finanzierung?

Wir konnten auf grosse Unterstützung aus den Regionen St.Gallen und Thurgau zählen. Auch Lieferanten und Freunde boten uns Hand. So konnten wir ein neues inhabergeführtes Start-up gründen.

Patrick Briano, Geschäftsführer und Mitinhaber von Smartwindows

Patrick Briano, Geschäftsführer und Mitinhaber von Smartwindows

Bild: PD

Wie werden Sie am Markt bestehen?

Wir digitalisieren konsequent Prozesse und Produkte im Unternehmen, damit Smartwindows ihrem Namen auch gerecht wird. So haben wir bereits die komplette IT neu aufgebaut, die papierlose Fertigung umgesetzt und werden diesen Frühling eine neue App vorstellen, die sowohl den Endverbrauchern als auch unseren Geschäftspartnern einen hohen Mehrwert stiften wird.

Welche alten Zöpfe mussten Sie abschneiden?

Wir konzentrieren uns auf das Kerngeschäft und versuchen nicht jeden Auftrag «auf Teufel komm raus» mitzunehmen. Wir fokussieren uns auf Kunden und Objekte, die zu uns passen.
Macht Fensterproduktion in der Ostschweiz noch Sinn?
Es gibt zwei Arten, das Geschäft zu betreiben. Arbeitsstellen streichen und ins Ausland verlagern oder die Produktion digitalisieren und den Produktionsstandort Schweiz stärken. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden und setzen auf ein hochwertiges Fenster, das in der Schweiz hergestellt und montiert wird.