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Diese Risiken bestehen in der Schweiz

Roger Braun

Fipronil Die Schweiz ist nur am Rande vom Eier-Skandal betroffen. Am ehesten noch droht Gefahr beim Verzehr eines Omelettes im Restaurant.

Sind auch Eier in der Schweiz mit Fipronil verunreinigt?

Ja. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat vor gut einer Woche die ersten Eier sichergestellt, die das Insektengift enthielten. Sie stammten aus den Niederlanden.

Ist der Verzehr dieser Eier gesundheitsgefährdend?

Nein. Die in der Schweiz sichergestellten Eier weisen laut BLV einen Fipronil-Gehalt von rund 0,4 Milligramm pro Kilogramm Ei auf. Ein Kind kann täglich fünf solcher Eier essen, ohne dass ein gesundheitliches Risiko besteht; Erwachsene gar 21 Stück. Der festgestellte Höchstwert in Belgien war etwa dreimal so hoch.

Stehen verunreinigte Eier in den Verkaufsregalen?

Nicht mehr. Hiesige Detailhändler haben ihre Importeier nach dem ersten Fall in der Schweiz sofort aus dem Sortiment genommen. Eine reine Vorsichtsmassnahme, wie sie betonen.

Sind verarbeitete Produkte wie Eierteigwaren, die in die Schweiz eingeführt werden, ebenfalls verunreinigt?

Ja. Der Gehalt an Fipronil ist allerdings x-fach kleiner als bei Schaleneiern. Die Produkte sind deshalb gesundheitlich unbedenklich.

Was ist mit Eiern, die flüssig oder als Pulver eingeführt werden?

Hier besteht ein gewisses Risiko, dass sie Fipronil enthalten. Hauptabnehmer dieser Eier sind Gastronomie und Lebensmittelindustrie. Wenn die Eier als Zutat verwendet werden, besteht keine Gefahr. Anders verhält es sich bei Eierspeisen in Restaurants. Hier könnte es theoretisch sein, dass man etwas Fipronil abbekommt.

Könnten Schweizer Eier nicht auch betroffen sein?

Genauso wie in der EU gilt auch für die Schweizer Landwirtschaft ein Fipronil-Verbot. Das ominöse Reinigungsmittel, dem in Belgien illegal das Insektengift beigemischt wurde, ist in der Schweiz nicht erhältlich. Trotz des geringen Restrisikos prüft das BLV in Zusammenarbeit mit den Importeuren und den kantonalen Behörden, ob Schweizer Eier ebenfalls betroffen sein könnten.

Wer ist in der Schweiz dafür verantwortlich, dass keine ­gesundheitsgefährdenden Eier in Umlauf kommen?

In der Schweiz gilt das Prinzip der Selbstkontrolle. Das heisst: Die Importbetriebe prüfen selbst, ob mit den Eiern alles in Ordnung ist. Mit Stichproben bei den Importeuren stellen die kantonalen Behörden sicher, dass diese Selbstkontrolle funktioniert. Die Oberaufsicht hat das BLV, das auch mit den EU-Behörden in Kontakt steht.

Welchen Stellenwert haben importiere Eier in der Schweiz?

Bei den eigentlichen Speiseeiern nur noch einen kleinen. Jedes fünfte verkaufte Schalenei kommt heute noch aus dem Ausland – Tendenz weiter sinkend. Einen nach wie vor grossen Stellenwert hat der Import hingegen in der Gastronomie und der Lebensmittelindustrie. Diese Eier werden nicht einzeln in der Schale eingeführt, sondern als flüssige Masse oder in Pulverform. Hier beträgt der Marktanteil importierter Eier nach wie vor über vier Fünftel. Rechnet man Schaleneier und Verarbeitungseier zusammen, stammen etwa sechs von zehn Eiern von Schweizer Hühnern.

Aus welchen Ländern kommen die Schweizer Importeier?

Die Niederlande sind die mit Abstand wichtigste Herkunftsnation. Zwei von drei Importeiern kommen von dort. Danach folgen mit deutlichem Abstand Deutschland, Italien und Frankreich.

Roger Braun

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