Die Welt der Normen

Normen im weltweiten Handel von Früchten und Gemüse haben einen gemeinsamen Grundgedanken. «Nur mit einheitlichen Definitionen kann der Markt spielen und ist Handel möglich», hält der Branchen-Handelsverband Swisscofel auf seiner Homepage fest.

Merken
Drucken
Teilen

Normen im weltweiten Handel von Früchten und Gemüse haben einen gemeinsamen Grundgedanken. «Nur mit einheitlichen Definitionen kann der Markt spielen und ist Handel möglich», hält der Branchen-Handelsverband Swisscofel auf seiner Homepage fest. Sinn der Normen sei die Anwendung einheitlicher Begriffe und Vorschriften zu Qualität und Verpackung.

Von Vorschriften und Labels

Dabei gibt es zahlreiche Abstufungen. Bedeutsam sind neben nationalen Normen zu Handel und Qualität jene der Europäischen Gemeinschaft (EG). Daneben gibt es die Normen der Wirtschaftskommission für Europa bei den Vereinten Nationen (UN/ECE). Ausserdem können laut Swisscofel noch allfällige firmeninterne Standards oder spezielle Lieferantenvereinbarungen festgelegt werden. Hinzu kommen weitere Vorschriften des Zivilgesetzbuches und des Obligationenrechts. Mit Labels können schliesslich Besonderheiten im Anbau, beispielsweise Bio, bezeichnet werden.

Zahl bereits einmal reduziert

Die Normenzahl ist europaweit in den vergangenen Jahren bereits einmal reduziert worden. Anstelle von 36 Vermarktungsnormen wurden spezielle Vorgaben für die zehn wichtigsten Obst- und Gemüseerzeugnisse errichtet. Für fast alle übrigen Erzeugnisse gilt eine allgemeine Vermarktungsnorm. Sie verlangt unter anderem, dass die Produkte ganz und frei von sichtbaren Fremdstoffen sein sollen. In Erinnerung ist freilich auch die inzwischen gekippte EU-Gurkennorm, die für Gurken eine maximal zulässige Krümmung vorsah – und als Beispiel für überbordende EU-Regulierung gilt. Allerdings fand sie auch Befürworter in der Landwirtschaft. (T. F.)