Die St.Galler Vifor Pharma macht Kasse

Das auf Eisenpräparate spezialisierte Unternehmen verkauft die Genfer Firma OM Pharma. Vifor Pharma nimmt 435 Millionen Franken fix ein. Je nach Entwicklung des Eigenkapitals der Käuferin kann der Wert der Transaktion eine halbe Milliarde Franken übersteigen.

Thomas Griesser Kym
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Eine der rund 2700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vifor Pharma.

Eine der rund 2700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vifor Pharma.

Bild: PD (17. Januar 2019)

OM Pharma ist hauptsächlich auf dem Feld mikrobiell hergestellter Immuntherapien aktiv. Vifor mit Hauptsitz in St.Gallen dagegen legt den Fokus auf eine globale Führungsposition bei Präparaten gegen Eisenmangel, Nierenerkrankungen und Herz-Kreislauf-Therapien. Seit einiger Zeit möchte Vifor deshalb OM Pharma veräussern.

Das ist nun gelungen. Demnach verkauft Vifor die OM Pharma an die Optimus Holding. Diese ist eine Schweizer Gruppe, die gegründet wurde vom früheren exekutiven Vifor-Verwaltungsratspräsidenten Etienne Jornod zusammen mit Schweizer Unternehmern und der türkischen Pharmafirma Abdi Ibrahim. Diese ist zu 28,5 Prozent an Optimus beteiligt. Abdi Ibrahim ist tätig in einem Dutzend Länder, exportiert in 60 Länder und gilt als strategischer Partner von Optimus.

So könnte der Preis noch steigen

Für 100 Prozent der Aktien der OM Pharma bekommt Vifor 435 Millionen Franken. Zusätzlich erhält Vifor im Rahmen einer Earn-out-Klausel einen Erlös im Zusammenhang mit möglichen künftigen Wertzuwächsen auf 20 Prozent des Eigenkapitals der Optimus Holding.

Das könnte den Gesamtwert der Transaktion auf über eine Milliarde Franken treiben. Diese Wertzuwächse sind vor Ende 2027 zu bestimmen und könnten sich durch einen Handelsverkauf, einen Börsengang oder einer Steigerung des Betriebsgewinns ergeben.

Vifor und Optimus wollen investieren

Vifor will die zufliessenden Mittel in die eigene Pipeline stecken, vor allem in jene der Entwicklung von Therapien gegen Niereninsuffizienz. Man erwarte, die Transaktion binnen 30 Tagen abschliessen zu können.

Optimus will laut eigenen Angaben bei OM Pharma weiterhin für nachhaltiges Wachstum sorgen und beträchtlich in Forschung und Entwicklung investieren, um eine globale Biotechnologiefirma zu werden, die den Fokus legt auf Atemwegs- und Entzündungskrankheiten.

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