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Die Schweiz hat den Mauszeiger vorn

Bis zum Jahr 2030 entstehen in der Schweiz dank des technologischen Wandels jährlich mehr als 3 Prozent neue Stellen. Laut einer neuen Studie des Beratungsunternehmens EY profitieren Regionen und Branchen allerdings sehr unterschiedlich davon.
Stefan Borkert
Die Digitalisierung an Arbeitsplätzen schreitet unaufhaltsam voran. Es wird Gewinner und Verlierer geben. (Bild: Getty)

Die Digitalisierung an Arbeitsplätzen schreitet unaufhaltsam voran. Es wird Gewinner und Verlierer geben. (Bild: Getty)

Obwohl täglich über Digitalisierung gesprochen wird, findet ihre Auswirkung auf die Arbeitswelt nur zögerlich Widerhall. «Die Möglichkeiten für Wirtschaft und Gesellschaft scheinen dabei schier unbegrenzt zu sein», heisst es in der aktuellen Studie zu Veränderungen am Arbeitsplatz durch die Digitalisierung des Beratungsunternehmen EY, früher Ernst und Young.

Für die Prognosen zur Arbeitsplatzentwicklung wurden Faktoren wie der Anteil ausgesuchter Branchen am Bruttoinlandprodukt, das Pro-Kopf-Einkommen, der Export sowie die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen untersucht. «Die Zukunft der Arbeit wird Gewinner und Verlierer hervorbringen. Wichtig wird es sein, die Beschäftigten auf diese Entwicklung vorzubereiten und ihnen heute schon die Fertigkeiten mitzugeben, die sie in Zukunft brauchen werden», sagt Gerard Osei-Bonsu, Chefberater bei EY und seit Anfang Monat Mitglied der Geschäftsleitung von EY Schweiz. «Ich glaube nicht das die digitale Transformation unterschätzt wird», fährt er fort. Die Zurückhaltung vieler Unternehmen, vor allem KMU’s, liege eher daran, das ein klarer Leitfaden für fehle. «Das führt dazu, dass Unternehmen hinsichtlich Investitionen in Digitalisierung und neue Technologien zögerlich sind.» Und EY-Unternehmenssprecher Tristan Hahn ergänzt: «Herausforderungen werden in den Regionen der Ostschweiz und der Zentralschweiz vor allem in den Branchen Automotive und Maschinenbau auftreten, während die Chemie- und IT-Branche sowie innovative Banken überdurchschnittlich wachsen werden.» Osei-Bonsu sagt, Branchen in denen eher geringe Wachstumsraten prognostiziert werden, sollten ihre Geschäftsmodelle mit branchenübergreifenden Kompetenzen erweitern. «Beispielsweise kann ein Automobilzulieferer im IT Sektor Fuss fassen, indem dieser neue Services, aufbauend auf bestehenden Kompetenzen, anbietet.

Künftig werde so gut wie jeder Mitarbeiter mit IT zu tun haben. Arbeitsmethoden und Berufsprofile die eher bei Technologieriesen wie Google zu finden waren, würden künftig auch in der anderen Wirtschaftszweigen auftauchen, sagt Hahn. Und die Schweiz hat hier klar die besseren karten wie ihre Nachbarländer Deutschland und Österreich.

Eine halbe Millionen neue Stellen sind möglich

Bereits jetzt seien mehr als die Hälfte der hiesigen Erwerbstätigen in wissensintensiven Jobs tätig, so Osei Bonsu. Hinzu komme der hohe Anteil an gut ausgebildeten Ausländerinnen und Ausländern. Die Studie zur Zukunft der Arbeit rechnet für die Schweiz in einem Basis-Szenario mit einem jährlichen Anstieg von 3,3 Prozent neuen Stellen bis 2030. Dieses Wachstum werde vor allem in den Regionen Basel, Zürich und Genf auftreten. Dabei würden insbesondere Branchen IT, Finanzen, Immobilien und Life Sciences mehr Arbeitsplätze anbieten. Während Automobilzulieferer und andere Industriefirmen weniger Beschäftigte haben werden.

Das Basis-Szenario könnte zu einem Zuwachs von insgesamt 317000 Arbeitsplätzen bis 2030 führen. Unter der Annahme ausnehmend positiver Auswirkungen der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz, sowie der Schaffung eines förderlichen Umfelds durch die Politik, wären sogar mehr als 500000 zusätzliche Jobs möglich, ist Osei-Bonsu überzeugt.

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