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Die Schweiz hält sich in der Elite der wettbewerbsfähigsten Länder

Die USA sind wieder die globale Nummer eins. Die Schweiz bleibt an der Spitze dabei, obwohl sie drei Ränge verliert.
Thomas Griesser Kym
Produktion beim Schweizer Technologiekonzern Landis + Gyr. Bild: KEY/Gaëtan Bally

Produktion beim Schweizer Technologiekonzern Landis + Gyr. Bild: KEY/Gaëtan Bally

Nachlassende Exporte und Befürchtungen hinsichtlich der Auslagerung von Einrichtungen für Forschung & Entwicklung ins Ausland: Mit diesen Faktoren erklärt das Internationale Managementinstitut (IMD) in Lausanne, dass die Schweiz in der jüngsten Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt (siehe Tabelle) drei Ränge preisgeben musste. Neu rangiert unser Land auf Platz 5 nach 2 im Vorjahr. Dagegen haben die USA die Spitze zurückerobert, die sie in der Folge der Finanzkrise temporär verloren hatten. Zum Vorteil gereichen Amerika laut IMD ihre wirtschaftliche Leistung und ihre Infrastruktur. Hongkong auf Platz 2 wiederum profitiert von der Effizienz seiner Regierung und seiner wirtschaftlichen Effizienz.

Diese Länder strotzen vor Wettbewerbsfähigkeit

Die Schweiz rutscht von Platz 2 auf 5
Land Rang 2018 Rang 2017
USA 1 4
Hongkong 2 1
Singapur 3 3
Niederlande 4 5
Schweiz 5 2
Dänemark 6 7
VA Emirate 7 10
Norwegen 8 11
Schweden 9 9
Kanada 10 12

Weitere Volkswirtschaften, die dieses Jahr deutlich besser abschneiden, sind Österreich (Platz 18, Vorjahr 25) und China (Platz 13, Vorjahr 18). Professor Arturo Bris vom IMD erklärt diese Entwicklungen wie folgt: "Dank seines Wirtschaftswachstums, der Verringerung seiner Staatsschulden und der gesteigerten Produktivität seiner Unternehmen konnte sich Österreich punkto Wettbewerbsfähigkeit verbessern." China wiederum habe dank folgender Entwicklungen seine Leistung "deutlich steigern" können: "durch Investitionen in materielle und immaterielle Infrastruktur sowie durch institutionelle Verbesserungen." Als Beispiel nennt Bris den rechtlichen und regulatorischen Rahmen.

Jedes Land setzt andere Akzente

Bris bemerkt zudem, dass die jüngsten Ergebnisse verdeutlichen, dass die Länder "unterschiedliche Ansätze bezüglich der wettbewerblichen Transformation" verfolgen. "Jedes Land an der Spitze der Rankings erbringt überdurchschnittliche Leistungen in Bezug auf alle Wettbewerbsfaktoren, aber die Schwerpunkte sind jeweils unterschiedlich", sagt Bris. "In der Wettbewerbsstrategie der einen Volkswirtschaft spielt vielleicht ein bestimmter Aspekt wie die materielle und immaterielle Infrastruktur eine zentrale Rolle, eine andere ist durch die Effizienz ihrer Regierung besonders wettbewerbsfähig."

Der Schweizer Export brummt

Was ebenfalls anzumerken bleibt: Solchen Ranglisten liegen verschiedene Annahmen zugrunde, etwa punkto Auswahl der einzelnen Kriterien und deren Gewichtung. Hinzu kommt: Momentan scheint im Fall der Schweiz das IMD-Argument nachlassender Exporte noch nicht akut zu sein. Rückenwind verleiht unter anderem die Abschwächung des Frankens zum Euro. So hat die Schweiz im ersten Quartal 2018 Waren im Wert von 57,5 Milliarden Franken ins Ausland verkauft. Das ist Rekord. Allerdings erreichten auch die Importe mit 51 Millionen Rekordhöhe, und der Überschuss in der Handelsbilanz sank auf den tiefsten Wert seit viereinhalb Jahren.

Das sind laut IMD Stärken der Schweiz

  1. Widerstandskraft der Wirtschaft
  2. Währungsreserven
  3. Bildungssystem
  4. Arbeitsproduktivität
  5. Infrastruktur

Und das gehört zu unseren Schwächen

  1. Abfluss von Direktinvestitionen
  2. Exportkonzentration (Pharma)
  3. Lebenshaltungskosten
  4. Zollhürden
  5. Mobilfunkpreise

Das sieht das IMD als Herausforderungen

  1. Protektionismus verhindern und Märkte offen halten
  2. Unternehmensbesteuerung reformieren
  3. Wettbewerb im Binnenmarkt stärken
  4. Strukturen reformieren und Finanzstabilität bewahren
  5. Sozial- und Rentensystem nachhaltiger gestalten

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