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«Die Reichweite ist noch ein Handicap»

Der moderne Strassengüterverkehr sei bereits stark optimiert. Zusätzliche Abgaben brächten deshalb wenig für den Umweltschutz, erklärt Martin Lörtscher, CEO der Frauenfelder Hugelshofer Gruppe.
Martin Sinzig
Martin Lörtscher, CEO Hugelshofer Gruppe, Frauenfeld. (Bild: Donato Caspari)

Martin Lörtscher, CEO Hugelshofer Gruppe, Frauenfeld. (Bild: Donato Caspari)

Von Berufs wegen ist es klar, aber was halten Sie persönlich von elektrisch betriebenen Fahrzeugen?

Martin Lörtscher: Mich faszinieren die Technik und die Dynamik in der Entwicklung neuer Antriebskonzepte. Bei elektrischen Antrieben ist einzig die beschränkte Reichweite noch ein Handicap.

Was sind die effektivsten Umweltschutzmassnahmen im Verkehr?

Im Güterverkehr ist die Auslastung massiv gestiegen, vor allem dank moderner Telematik und Tourenplanungssystemen sowie der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe LSVA. Kein Transportunternehmer kann es sich leisten, einen Lastwagen leer durch die Gegend zu fahren. Hier hat die Optimierung also bereits stattgefunden. Jeder LKW, der heute unterwegs ist, erfüllt ein Konsumentenbedürfnis. Im privaten Individualverkehr hingegen gibt es noch viel Optimierungspotenzial. Dieses hängt vor allem vom Freizeit- und vom Konsumverhalten ab.

Alternative Antriebe werden schon lange diskutiert. Wie stehen Sie zu zusätzlichen Treibstoffabgaben oder Lenkungsmassnahmen?

In den vergangenen 20 Jahren haben LKW-Motoren ihre Schadstoffe um 98 Prozent reduziert. Darum bringen zusätzliche Abgaben wenig. Sie schädigen aber vor allem unseren Wirtschaftsstandort Schweiz und manövrieren uns ins Abseits. Die Schweiz hat in Sachen Klimaschutz schon viel getan, und sie kann das Problem nicht alleine lösen. Die grossen Wirtschaftsmächte müssen mitziehen, sonst bringt es zu wenig.

Noch ein Blick in die Zukunft. Wie wird die Transportbranche in 10 bis 20 Jahren unterwegs sein?

Der Güterverkehr wird weiter wachsen, und wir werden immer noch zu 80 Prozent mit Diesel-LKW fahren. Bei dieser Technologie sind zusätzliche Effizienzsteigerungen möglich. Gleichzeitig werden neue Konzepte zum Tragen kommen, zum Beispiel unterirdische Transportsysteme oder die sogenannte City-Logistik, die den Warenverkehr vor den Städten bündelt und elektrische LKW für die Feinverteilung einsetzt.

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