Die profitabelste Tochter des Kranich

KLOTEN. Die Swiss hat 2014 ein Ergebnis auf praktisch gleicher Flughöhe erreicht wie im Vorjahr. Allerdings hat sie deutlich mehr Geld abgeworfen.

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KLOTEN. Die Swiss hat 2014 ein Ergebnis auf praktisch gleicher Flughöhe erreicht wie im Vorjahr. Allerdings hat sie deutlich mehr Geld abgeworfen. Die Schweizer Airline machte einen so grossen Gewinnsprung, dass sie die profitabelste Fluggesellschaft des Lufthansa-Konzerns mit dem Kranich als Symbol geworden ist.

Gewinnsprung

Während der Betriebsertrag lediglich um 1% auf gut 5 Mrd. Fr. stieg, schoss der Betriebsgewinn um 3% auf 347 Mio. Fr. nach oben. «Wir waren 2014 recht erfolgreich», sagte Swiss-Chef Harry Hohmeister an der Bilanzmedienkonferenz in Kloten. «Wir haben fast das Spitzenjahr 2010 wieder erreicht.» Damals hatte die Swiss operativ 368 Mio. Fr. verdient. Grund für den Gewinnsprung ist die geänderte Abschreibungspolitik der Lufthansa-Gruppe.

Im vergangenen Jahr frass die Franken-Stärke bereits 90,6 Mio. Fr. vom Umsatz weg, wie Finanzchef Roland Busch erklärte. Dies drückte den Betriebsgewinn um 40,4 Mio. Franken. Falls die Wechselkurse auf dem heutigen Niveau blieben, koste das die Swiss einen dreistelligen Millionenbetrag. Die Umsatzentwicklung sei 2014 hinter den Erwartungen zurückgeblieben, sagte Hohmeister. Belastet wurden die Erträge durch den harten Wettbewerb.

Auf der anderen Seite profitierte die Swiss von günstigeren Flugbenzinpreisen, die der Airline 46,6 Mio. Fr. sparten. Zudem trugen das Lufthansa-weite Sparprogramm Score und die Erneuerung der Flotte auf Flugzeuge mit erweiterter Kapazität zum Ergebnisanstieg bei. Das Sparprogramm brachte 55 Mio. Fr. nach 98 Mio. Fr. im Vorjahr. Mit gut 16,17 Mio. Reisenden ist ein neuer Passagierrekord erzielt worden.

Lufthansa weit abgeschlagen

Mit ihrem Resultat von umgerechnet 289 Mio. € ist die Swiss die ertragreichste Fluggesellschaft des Lufthansa-Konzerns. Die viermal grössere Lufthansa musste einen Betriebsgewinnrückgang von 282 Mio. auf 252 Mio. € hinnehmen, weil mehrere Streikwellen bei ihr massiv ins Kontor schlugen. (sda)

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