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Die nächste Prüfung für den Finanzplatz

Zur Sache
Daniel Zulauf

In den 21 Jahren, seit Wertpapiere in der Schweiz nur noch elektronisch gehandelt werden, ändert die Börse ihren Namen nun schon zum siebten Mal. Die durchschnittliche Halbwertszeit der Firmenbezeichnung von nur drei Jahren lässt erkennen, wie hoch das Tempo der Veränderungen in diesem Markt seit Mitte der 1990er-Jahre ist.

Zehn Jahre nachdem die Aufhebung der nationalen Börsenmonopole auch in allen europäischen Ländern gesetzlich verankert ist, wird sich das Tempo der Veränderungen weiter beschleunigen. Die gestern verkündete Namensverkürzung von SIX Group auf SIX mag zwar eher kosmetisch erscheinen. Doch die damit einhergehende Botschaft ist weitreichend: Die SIX kann sich eine Verzettelung nicht mehr leisten. Die Wellen der digitalen Revolution schlagen auch im Finanzsektor immer höher. Der Tag ist möglicherweise nicht mehr fern, an dem grosse, branchenfremde Technologiekonzerne wie Apple auch die Banken das Fürchten lehren.

Für diese wird die neue Konkurrenz zur grossen Herausforderung: Noch bevor die Banken ihre Altlasten aus der letzten Krise abgetragen und die Kosten ihren tieferen Gewinnen angepasst haben, steht also bereits die nächste Prüfung an. Eine Überlebenschance gegen den grossen digitalen Sturm haben die Banken nur, wenn sie ihre Kräfte gemeinsam mobilisieren. Der Börsenwert von Apple ist erst kürzlich auf 900 Milliarden Franken gestiegen. UBS und Credit Suisse bringen zusammen gerade mal ein Neuntel davon auf die Waage. Seite 15

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