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Messe Basel: Die MCH Group schrumpft

Privatanleger schlagen den Verkauf der «Art Basel» vor und verlangen eine Sonderprüfung.
Christian Mensch
Kernstück der Basler Messe: Das neue Messegebäude. (Keystone) (Bild: KEYSTONE)

Kernstück der Basler Messe: Das neue Messegebäude. (Keystone) (Bild: KEYSTONE)

Die MCH Group will sich zur wirtschaftlichen Gesundung von der Sparte «Life Marketing Solutions» trennen. Diese beschäftigt international 500 Mitarbeiter und macht nach kräftigen Zukäufen knapp die Hälfte des Konzernumsatzes aus. Mit dem erwarteten Erlös verspricht der Konzernchef Bernd Stadlwieser neue Investitionen, um das traditionelle Messe-, Event- und Kongressgeschäft wieder zu stärken.

Der Fokus werde auf die «Maximierung der Auslastung der Messe- und Kongressinfrastruktur» in Basel und Zürich gelegt. International soll der Konzern aber tätig bleiben und nach dem Vorbild der «Art Basel» auch mit der «Baselworld» expandieren. Vorgesehen sei ein Ableger im asiatischen Raum, der wohl 2021 erstmals stattfinden werde.

Gegen die neue strategische Ausrichtung geht Erhard Lee auf die Barrikade. Lee vertritt mit dem AMG Fonds den grössten Privataktionär, der rund zehn Prozent am Messekonzern hält. Zur neuen Strategie des Verwaltungsrats sagt er: «Das ist dumm.»

Die Entscheide des Verwaltungsrats will Lee mit einer Sonderprüfung anfechten. Er meint, dass schon mit der Zusammensetzung des Strategieausschusses die Interessen der Aktionäre verletzt worden seien. Kommende Woche werde er auch eine ausserordentliche Generalversammlung verlangen, an der es zu einem «Showdown» kommen werde.

Sein strategischer Gegenentwurf hat vorgesehen, die Halleninfrastruktur vom Messegeschäft zu trennen. Anders als die staatlichen Aktionäre, die fürchten, die Hallen als dauerhaftes Defizitgeschäft übernehmen zu müssen, ist die AMG der Ansicht, das Immmobilieninvestment könne auch für private Investoren attraktiv sein. Lee sagt: «Basel ist innerhalb von Europa ein idealer Messestandort und bietet mit dem Messecentrum schöne Hallen.»

«Art Basel»-Verkauf für einen überteuerten Preis

Noch mehr als die Hallenpläne schreckte jedoch das Gedankenspiel, die MCH Group solle ihre dünne Kapitaldecke mit einem Verkauf oder teilweisem Verkauf der «Art Basel» aufbessern. Lee sagt, im Kunstmarkt würden überteuerte Preise bezahlt, dass auch für die Kunstmesse ein Preis zu erzielen wäre, der weit über der eigentlichen Wirtschaftlichkeit stehen würde.

Dass nun die «Life Marketing Solutions» verkauft werden sollen, hält Lee für einen schweren Fehler. Er sieht zwar, dass wenig Synergien zwischen den beiden Geschäftsfeldern genutzt worden seien. Dafür sei das bisherige Management, wie er sagt: «zu blöd» gewesen.

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