Die letztjährige Mostobsternte ist klein, aber fein

2019 sind in der Schweiz dreimal weniger Mostäpfel und -birnen geerntet worden als im Jahr davor. Dafür sind die beiden grössten Mostereien des Landes, Ramseier und Möhl, erbaut über die Qualität des Obsts.  

Thomas Griesser Kym
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Anlieferung von Mostäpfeln bei der Mosterei Möhl in Arbon.

Anlieferung von Mostäpfeln bei der Mosterei Möhl in Arbon.

Bild: Urs Bucher (19. September 2019)

Vergangenes Jahr sind in der Schweiz rund 57'600 Tonnen Mostobst geerntet worden. Das ist lediglich gut ein Drittel der Ernte von 2018, als 157'000 Tonnen anfielen. Nach dieser guten Ausbeute war der Schweizer Obstverband für 2019 von einer geringeren Ernte von 86'000 Tonnen ausgegangen, aber auch diese Menge wurde deutlich verfehlt. Dafür äussert sich aber Christian Consoni, Chef des Getränkeherstellers Ramseier, erfreut über die Qualität des Mostobsts von 2019; diese sei «sehr gut».

Ramseier und Möhl haben 50'000 Tonnen verarbeitet

Ramseier hat in seinen beiden Mostereien in Oberaach, das zu Amriswil gehört, und im luzernischen Sursee 28'700 Tonnen Äpfel und Birnen verarbeitet oder die Hälfte der Schweizer Ernte. Bei der zweiten grossen Schweizer Mosterei, Möhl in Arbon, sind laut Betriebsleiter Georges Möhl 21'970 Tonnen angeliefert worden. Auch er spricht von einer guten Qualität des Obsts und zeigt sich mit der Ernte zufrieden.

Die Ostschweiz als Zentrum der Mostobsternte

Diese ist in erster Linie Sache der Ostschweiz. Hier wurden 41'319 Tonnen Mostäpfel und 3083 Tonnen Mostbirnen geerntet, was Anteilen an der Schweizer Gesamternte von vier Fünfteln bei den Äpfeln und von drei Fünfteln bei den Birnen entspricht.