«Die Lage ist schwierig»

Hat der Bundesrat eine klare Linie bei den Verhandlungen mit der EU wegen der Beschränkung der Einwanderung? Staatssekretär Yves Rossier sagt ja. Raiffeisenchef Pierin Vincenz bezweifelt das. Einig ist man sich mit Rossier: «Die Lage ist schwierig.

Stefan Borkert
Drucken
Teilen

Hat der Bundesrat eine klare Linie bei den Verhandlungen mit der EU wegen der Beschränkung der Einwanderung? Staatssekretär Yves Rossier sagt ja. Raiffeisenchef Pierin Vincenz bezweifelt das. Einig ist man sich mit Rossier: «Die Lage ist schwierig.» Fast einig, denn Vincenz behauptet, dass das Problem doch gar nicht so gross sei. Der Bundesrat müsse mit einer Stimme auftreten und mehr Führungsqualitäten zeigen. Yves Rossier kontert auf dem Podium erneut mit dem Argument, dass die EU der Schweiz nicht übel gesinnt sei. Im Gegenteil. In Brüssel steht man aber auf dem Standpunkt, dass die Schweiz dann halt aus den Bilateralen aussteigen solle. Marcel Dobler hakt ein. Die Schweiz müsse den Mut aufbringen, die bilateralen Verträge aufs Spiel zu setzen. Unternehmer Urs Wehrle schüttelt den Kopf. Für die Schweizer Wirtschaft sei schliesslich der starke Franken schon Belastung genug. Das kostet Unternehmen richtig Geld. Vincenz rechnet vor, dass die Negativzinsen auch bei Raiffeisen mit 150 Mio. Fr. ins Kontor schlagen. Als Unternehmer, sagt Urs Wehrle, müsse man vorwärts schauen und die Probleme lösen. Einig ist er sich mit Dobler, dass aber vielleicht nicht alle Firmen unter diesen Bedingungen überleben können.