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Kommentar

Die Korrektur nach dem Aufschwung

Durch den Kurseinbruch an der Wall Street vom Mittwoch gerieten gestern auch an den europäischen Börsen die Kurse heftig ins Rutschen. Die Gründe sind in der Normalisierung der Geldpolitik zu finden.
Renzo Ruf
USA-Korrespondent Renzo Ruf

USA-Korrespondent Renzo Ruf

Der amerikanische Präsident ist der Meinung, die Federal Reserve sei von allen guten Geistern verlassen – weil die Hüter des Dollars im Zwei-Monats-Takt an der Zinsschraube drehen, um das Risiko einer Überhitzung der grössten Wirtschaft der Welt zu verhindern, damit aber auch für Volatilität an den Aktienmärkten sorgen. Die Kritik von Donald Trump ist nicht ganz unbegründet, jedenfalls in den Augen von Alliierten seiner Regierung. Demnach gibt es keine Anzeichen, dass die Inflationsrate kurzfristig ausser Kontrolle geraten könnte; sie betrug im September 2,2 Prozent.

Zudem ist die Arbeitslosenquote in Amerika auf einen Wert gesunken, wie er zuletzt in den Sechzigerjahren gemessen wurde. «Wir sind die heisseste Volkswirtschaft der ganzen Welt», sagte Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow am Donnerstag erneut. Es wäre deshalb bedauerlich, wenn die Federal Reserve den Aufschwung abwürgen würde, sagte er sinngemäss.

Andererseits: Die Notenbank muss längerfristig denken, und Parteipolitik sollte die Arbeit der Währungshüter nicht beeinflussen. Ziel der Hüter des Dollars muss es vielmehr sein, endgültig Abschied von den extremen Massnahmen zu nehmen, auf die sie während der Finanzkrise zurückgriffen (Stichwort: Nullzinspolitik). Diese Normalisierung der Geldpolitik hat aber auch zur Folge, dass es an der Börse zu einer Korrektur kommt – gibt es doch nun endlich wieder Anlage-Alternativen zu den Aktien. Selbst ein ganz normales Bankkonto wirft nun wieder Rendite ab. Was sich also derzeit an den Finanzmärkten in Amerika abspielt, ist ein ganz normaler Vorgang. Nach dem Aufschwung folgt die Korrektur.

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