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Die CSS übertrifft ihre Ziele

Dank rückläufiger Gesundheitskosten hat die Luzerner Krankenkasse ein starkes Geschäftsergebnis erzielt. Davon sollen bei der kommenden Prämienrunde die Versicherten profitieren, verspricht CSS-Chefin Philomena Colatrella.
Roman Schenkel
Präsentieren gute Zahlen: (von links) CSS-Finanzchef Armin Suter, CEO Philomena Colatrella und Präsident Jodok Wyer. (Bild: Roger Grütter, 2. April 2019)

Präsentieren gute Zahlen: (von links) CSS-Finanzchef Armin Suter, CEO Philomena Colatrella und Präsident Jodok Wyer. (Bild: Roger Grütter, 2. April 2019)

«Ziel übertroffen.» Mit diesen zwei Worten fasst CSS-Präsident Jodok Wyer das Geschäftsjahr des Krankenversicherers zusammen. Die CSS hat 2018 einen Gewinn von 163,1 Millionen Franken (Vorjahr: 153,6 Millionen Franken) erzielt. Zustande gekommen sei das gute Ergebnis zum einen dank einem haushälterischen Umgang mit den Ressourcen: Die CSS konnte im vergangenen Jahr die Verwaltungskosten erneut senken. Trotz einer gestiegenen Anzahl Versicherten stiegen die Aufwände nicht im selben Ausmass an. «Das zeigt, dass wir effizienter geworden sind», sagt Wyer.

Zum anderen hat die CSS mit einer konsequenten Kontrolle der eingegangenen 17 Millionen Rechnungen rund 622 Millionen Franken an ungerechtfertigten Ausgaben eingespart. «An diesen beiden Hebeln wollen wir auch künftig ziehen, damit wir unseren Kundinnen und Kunden auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige Prämie anbieten können», betont CSS-Chefin Philomena Colatrella.

Pro Versichertem 19 Franken tiefere Kosten

Weniger stark beeinflussen kann die Krankenkasse die Entwicklung der Gesundheitskosten. Diese waren im vergangenen Jahr erstmals seit langer Zeit rückläufig. In der Grundversicherung beliefen sich die Bruttokosten bei der CSS auf 5,3 Milliarden Franken. Das entspricht einem Rückgang von einem halben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf den einzelnen Versicherten herunter gerechnet, wurden pro Kopf 19 Franken weniger ausgegeben. Der Betrag pro Kopf sank von 3812 Franken auf 3793 Franken.

Besonders zurückgegangen sind die Spitalkosten. Laut Colatrella sei dies auf die «Ambulantisierung» sowie auf einen generellen Rückgang der Operationen zurückzuführen. «Auf gewisse Operationen, beispielsweise am Meniskus, wird inzwischen bewusst verzichtet», sagt sie. Bei den ambulanten Kosten sei in den Spitälern ebenfalls ein signifikanter Rückgang verzeichnet worden. «Das ist eine direkte Folge des Tarmed-Eingriffs durch den Bundesrat», sagt Colatrella. Mit dem Tarmed rechnen Ärzte und Spitäler ambulante Leistungen ab. Gesundheitsminister Alain Berset hat 2018 mittels Eingriff die Tarife um insgesamt 470 Millionen Franken gekürzt.

Starker Gewinnanstieg im obligatorischen Bereich

Dieser Rückgang bei den Kosten hat den Gewinn der CSS im obligatorischen Bereich anschwellen lassen. Unter dem Strich verblieb in der Grundversicherung ein Überschuss von 65,2 Millionen Franken (Vorjahr 4,8 Millionen Franken). Der Überschuss fliesst in die Reserven. Dadurch stiegen bei allen vier Grundversicherungen der Gruppe (CSS, Intras, Arcosana, Sanagate) die Solvenzquoten an.

«Von den guten Zahlen werden unsere Versicherten bei der nächsten Prämienrunde profitieren», sagt CSS-Chefin Colatrella.

Denn dank der höheren Reserven kann die Kasse auch etwas mehr Risiko beim Ansetzen der Prämien eingehen. CSS-Finanzchef Armin Suter geht davon aus, dass die Krankenversicherungsbranche insgesamt mit einem Überschuss abschliessen wird. «Die Prämienanpassungen per 1. Januar 2020 dürften deshalb tiefer ausfallen als der langjährige Durchschnitt», sagt er.

Im vergangenen Jahr konnte die CSS in der Grundversicherung die Zahl der Versicherten erneut über dem Branchenschnitt von rund 10 Prozent steigern. Die Versichertenzahl im obligatorischen Bereich nahm per 1. Januar 2019 um 17400 Personen zu. Insgesamt sind beim Marktführer 1,393 Millionen Kunden versichert.

CSS: Anzahl Versicherte in der Grundversicherung

Entwicklung der Versichertenzahl per 1. Januar (in Tausend)
200520062007200820092010201120122013201420152016201720182019050010001500

Die starke Zunahme der Versicherten hat auch einen positiven Effekt auf den Risikoausgleich. Dieser ist eine Art Finanzausgleich unter den Krankenkassen. Kassen mit einer guten Risikostruktur – mit vielen jungen und gesunden Versicherten – gleichen dies mit einer Zahlung an die Kassen mit einer schlechteren Risikostruktur aus. Die CSS ist im vergangenen Jahr – um bei der Terminologie des Finanzausgleichs zu bleiben - erstmals zu einer «Geber-Kasse» geworden. Sie bezahlt 3,9 Millionen Franken in den Risikoausgleich. «Das starke Wachstum der letzten Jahre hat uns geholfen, unsere Struktur zu verbessern», sagt Finanzchef Suter.

Ebenfalls zulegen konnte die CSS im Zusatzversicherungsgeschäft. Der Gewinn konnte mit 97,8 Millionen Franken (Vorjahr: 71,1 Millionen Franken) deutlich gesteigert werden. Aufgrund der stark rückläufigen Kosten im Zusatzversicherungsbereich geht Suter davon aus, dass die CSS auf viele Produkte keine Prämienerhöhung vornehmen wird.

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