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Luzern Tourismus: Die Amerikaner kommen

Alle reden von den vielen chinesischen Touristen. Doch in der Stadt Luzern sind mehr Reisende aus den USA unterwegs – Tendenz weiter steigend.
Rainer Rickenbach
Neben der Stadt Luzern wird auch deren Umgebung bei US-Reisenden immer beliebter: Touristen auf Rigi Kulm. (Pius Amrein, 11. Oktober 2017)

Neben der Stadt Luzern wird auch deren Umgebung bei US-Reisenden immer beliebter: Touristen auf Rigi Kulm. (Pius Amrein, 11. Oktober 2017)

In der Wahrnehmung der Amerikaner ist Luzern und die nähere Umgebung ein einziges Ferienresort. So wie bei ihnen zu Hause ein Holidaypark, aber ausgestattet mit einem Städtchen voller altehrwürdig wirkender Bauten, mit Bergbahnen und Seeschiffen. Befragt nach den Gründen, warum sie auf ihren Europareisen in der Innerschweiz Station machen, kommen als häufigste Antworten: «Bergerlebnisse, Natur, Seen und Flüsse.»

Es werden Jahr für Jahr mehr US-Amerikaner, die sich rund um den Vierwaldstättersee ein paar Ferientage gönnen. Besonders die Stadt Luzern steht bei ihnen hoch im Kurs, sie stellen dort die grösste ausländische Gästegruppe. Mehr als 217 000 Hotelübernachtungen entfielen im vergangenen Jahr auf US-Amerikaner. Das sind 70 Prozent mehr als auf die Gäste aus der Volksrepublik China, von denen viele glauben, sie würden die Stadt überrennen.

Luzern ist nach Zürich die Nummer zwei

«Luzern ist nach Zürich die meistbesuchte Schweizer Destination der US-Gäste. Die Stadt hat Genf überholt. Zieht man die zahlreichen Geschäftsreisenden in Zürich in Betracht, dürfte Luzern bei den Ferienreisenden die Nummer eins sein», sagt Alex Herrmann. Er stammt selber aus Luzern und orchestriert für Schweiz Tourismus von New York aus die Vermarktung des Ferienlandes in Kanada und den USA. Gestern war er an der Generalversammlung der Luzern Tourismus AG zu Gast.

Aus den USA fand im vergangenen Jahr fast ein Zehntel mehr Touristen den Weg in die Zentralschweiz als 2016. In den zurückliegenden fünf Jahren stieg ihre Zahl gar um mehr als einen Fünftel. Es sind zwar immer noch nicht so viele wie in den 1980er-Jahren in der Ära des legendären Tourismusdirektors Kurt H. Illi, doch die steigende Tendenz ist gut abgestützt. «Die Wirtschaftslage ist gut, die Konsumstimmung auch, und die Amerikaner reisen öfter ins Ausland als früher. Heute hat die Hälfte der US-Bürger einen Reisepass. Vor der Jahrtausendwende war es ein Drittel», sagt Hermann.

«Heute hat die Hälfte der US-Bürger einen Reisepass.»

Alex Herrmann ist Luzerner und lebt in New York. Er arbeitet im Auftrag von Schweiz Tourismus. (Jakob Ineichen, Luzern, 6. März 2012)

Alex Herrmann ist Luzerner und lebt in New York. Er arbeitet im Auftrag von Schweiz Tourismus. (Jakob Ineichen, Luzern, 6. März 2012)

Die vom Wirtschaftsinstitut BAK vorhergesagte weitere Steigerung in der Höhe von sieben bis acht Prozent hält er für realistisch. «Beim internationalen Tourismus ist in den USA noch reichlich Potenzial vorhanden», so Hermann. Ein Selbstläufer sind die Schweiz und Luzern freilich nicht. Hermann: «Die Amerikaner haben weniger Ferien als die Europäer und beziehen sie oft nicht mal. Kommt hinzu, dass ihr eigenes Land für alle Reisevorlieben sehr viel zu bieten hat.» Europa steht als ausländisches Reiseziel in harter Konkurrenz zu Australien, Neuseeland, Peru und Mittelamerika. «Darum spannen die europäischen Ferienvermarkter oft zusammen.»

Anders als noch zu Illis Zeiten sind die Amerikaner heute seltener in Gruppen unterwegs. Wenn doch, dann meistens in Kleingruppen. «Zurzeit stehen Fluss- und Mittelmeer-Kreuzfahrten hoch im Kurs. Die Schweiz profitiert vor allem von den Rheinfahrten, an die viele Gäste ein paar Tage an Land anhängen.» Gemäss Berechnungen von Schweiz Tourismus lässt sich ein US-Gast seinen Ferienaufenthalt hier täglich rund 280 Franken kosten. Das ist weniger als beim chinesischen Gast, der 380 Franken liegen lässt. «Die Amerikaner geben aber für die Hotels mehr aus, je höher die Kategorie, desto grösser ist ihr Gästeanteil. Den Asiaten ist der Hotelkomfort weniger wichtig, sie geben ihr Geld vor allem in den Läden aus», sagt der Luzerner Tourismusdirektor Marcel Perren.

An der Generalversammlung der Luzern Tourismus AG trat gestern Peter Kämpfer von Weggis Vitznau Rigi Tourismus aus dem Vorstand zurück. Für ihn wurde Mischa Hasler von der gleichen Sektion gewählt.

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