DGS baut Standort St. Gallen aus

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Investition Die St. Galler Druckguss-Systeme AG (DGS) investiert am Standort St. Gallen. Gestern war der Spatenstich für die Hallenerweiterung mit einem Investitionsvolumen von 3,5 Millionen Franken. Gebaut wird eine Logistikhalle mit 2000 Quadratmetern. Eine gleich grosse Fläche dient als Umschlagplatz und Aussenlager.

«Wir sind seit fast 70 Jahren am Standort mit Druckguss etabliert und haben reichhaltiges Entwicklungs- und Produktions-Know-how aufgebaut», sagt DGS-Chef Andreas Müller. «Daher werden die Auslandstandorte bezüglich Verkaufskompetenzen, Forschung und Entwicklung, Technologie und Projektmanagement aus dem Standort St. Gallen heraus noch stark unterstützt, auch wenn die Auslandstandorte stark aufholen.»

Automation ist ein Muss, auch bei Transportsystemen

Für Müller ist Automation ein Muss. Bereits vor zwei Jahren hat DGS in St. Gallen 4,5 Millionen Franken in eine automatisierte Fertigungslinie investiert. Darauf werden Längsträger für den Mercedes-GLK-Nachfolger GLC hergestellt, der im Daimler-Werk Bremen in zwei Varianten gebaut wird. Müller erklärt, die Lohnkosten spielten natürlich eine grosse Rolle, insbesondere in St. Gallen. Andererseits gelte für alle Standorte, dass Automation dort eingesetzt werde, wo mit ihrer Hilfe eine höhere Prozesssicherheit und Qualität garantiert werden könne. «Im Gegensatz zu den anderen Standorten automatisieren wir hier auch zunehmend die Logistik, beispielsweise mit fahrerlosen Transportsystemen», betont Müller.

An allen Standorten der ­ DGS herrscht Hochbetrieb. 2018 ist der Baubeginn einer grösseren Hallenerweiterung im tschechischen Liberec mit 10000 Quadratmetern Produktionsfläche geplant. «In China haben wir im November eine weitere Halle mit 2000 Quadratmetern bezogen und überlegen einen weiteren Standort im Norden Chinas mit Produktionsstart etwa 2021», sagt DGS-Chef Müller. (bor)