Deutsche fürchten das Edelreich

MÜLLHEIM. Die JTM Rütenen AG als Bauherrschaft hat zur Informationsveranstaltung von heute abend in der Müllheimer Mehrzweckhalle Wiel zusammen mit der Kreuzlinger Agentur Pinax die erste Ausgabe des «Hasli-Boten» herausgebracht.

Drucken
Teilen

MÜLLHEIM. Die JTM Rütenen AG als Bauherrschaft hat zur Informationsveranstaltung von heute abend in der Müllheimer Mehrzweckhalle Wiel zusammen mit der Kreuzlinger Agentur Pinax die erste Ausgabe des «Hasli-Boten» herausgebracht. Darin kommt auch Robert Meier, Betreiber des Outlet Centers Fashion Fish in Schönenwerd, zu Wort. Meier arbeitet ausserdem für das Outlet Center Edelreich und kennt die Outlet-Szene. Im Fashion Fish bieten 47 Geschäfte 100 Topmarken an. Für ihn steht ausser Frage, dass das Edelreich ein Erfolgsmodell wird. «Wir stehen mit 200 Brands in Kontakt.» Das Potenzial sei vorhanden, um 18 000 bis 20 000 m2 Verkaufsfläche zu vermieten.

Meier ist ausserdem überzeugt, dass man auch den Einkaufstourismus nicht fürchten müsse. Das Beispiel des Tessiner Outlet Centers in Mendrisio zeige, dass mit Preisreduktionen von 30% bis 70% sogar ein interessantes Käufersegment aus der Eurozone erwartet werden dürfe. Aus Erfahrung wisse er auch, dass das Angebot im Outlet Center keine wirkliche Konkurrenz für die Detaillisten in Standortgemeinden wie Weinfelden oder Frauenfeld sei. – Anders sieht man das auf deutscher Seite. Der Regionalverband Hochrhein-Bodensee befürchtet Staus in Konstanz durch das Outlet. Ausserdem will man verhindern, dass Radolfzell und Konstanz an Kaufkraft verlieren. Der Regionalverband hat deshalb Einsprache erhoben. Ob die Einsprache berechtigt ist, ist fraglich. Sein Recht auf Mitwirkung leitet der Regionalverband daraus ab, dass er Mitglied im Verein Agglomeration Kreuzlingen-Konstanz ist. Konstanz, Radolfzell und Singen hatten schon 2010 eine Einsprache gegen das Outlet versucht. Die juristische Prüfung ergab damals, dass die Städte nicht einspracheberechtigt sind. (bor)