Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Der Umbau wird forciert

Die Privatbank Notenstein La Roche plant Einschnitte beim Personal und will den Ertrag steigern. Zugleich wächst ihre Rolle in der Vermögensverwaltung innerhalb des Mutterkonzerns Raiffeisen.
Thorsten Fischer
Der Hauptsitz der Privatbank Notenstein La Roche am Bohl. (Bild: Ralph Ribi (St. Gallen, 26. Oktober 2016))

Der Hauptsitz der Privatbank Notenstein La Roche am Bohl. (Bild: Ralph Ribi (St. Gallen, 26. Oktober 2016))

Banken verschiedener Grösse haben in den vergangenen Monaten Massnahmen angekündigt, um die Erträge zu steigern und die Kosten zu senken. Angesichts der Branchenprognosen, die den Schweizer Bankensektor weiter unter Druck sehen, ist das eine erwartbare Folge. Der Umbruch ist somit in vollem Gang. Die Privatbank Notenstein La Roche gab gestern bekannt, den Personalbestand von rund 500 auf 400 Stellen zu reduzieren – in einem Zeitraum bis Anfang 2019.

Da diese Reduktion schrittweise über die nächsten zwei Jahre erfolgt, «werden wir einen Teil durch natürliche Fluktuation auffangen können», sagt auf Anfrage Jolanda Meyer, Sprecherin von Notenstein La Roche. «Wir können aber auch Entlassungen nicht ausschliessen.»

Der Abbau ist laut Notenstein La Roche Teil eines Kostenprogramms. Anvisiert wird die Reduktion der Kosten um 20%. Die Hälfte der Einsparungen erfolge beim Personal, die andere Hälfte werde bei den Sachkosten vorgenommen. Aus Spargründen hatte Notenstein La Roche bereits im Juni für 25 Mitarbeitende Entlassungen, Frühpensionierungen und Pensenreduktionen angekündigt. Auch ganz oben passt Notenstein La Roche an, wie sie vor wenigen Tagen bekannt gab: Die Geschäftsleitung wird von sieben auf fünf Mitglieder verkleinert. Die bisher drei Private-Banking-Sparten Privatkunden Schweiz, International und Basel werden zu einem einzigen Private-Banking-Geschäftsfeld zusammengeführt.

«Grosser Schritt in Richtung Digitalisierung»

Gleichzeitig sollen laut der Mitteilung von gestern die Erträge um 15% gesteigert werden. Die Bank wolle dies erreichen mit der Weiterentwicklung der bestehenden Angebote. Zugleich soll die Beratung effizienter und stärker auf den Kunden ausgerichtet werden. Bis Anfang 2019 sollen alle Massnahmen umgesetzt und ein Kosten-Ertrag-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) von unter 70% erreicht sein, nachdem sie vergangenes Jahr 80% betragen hatte. Im Sommer 2017 will Notenstein La Roche ausserdem ihre gesamte IT-Plattform erneuern und damit «einen grossen Schritt in Richtung Digitalisierung und Automatisierung» machen. Insgesamt soll Notenstein La Roche als das Private-Banking-Kompetenzzentrum innerhalb der Raiffeisen-Gruppe gestärkt werden. Notenstein La Roche wird ab Ende kommenden Jahres auch die Verwaltung sämtlicher Vermögensverwaltungsmandate innerhalb der Gruppe übernehmen.

Die Massnahmen machten die Privatbank effizienter und agiler, hält Adrian Künzi, Chef von Notenstein La Roche, in der Mitteilung fest. Zugleich könne man den Kunden die Sicherheit und Effizienz einer grossen Bankengruppe sowie die persönliche Beratung einer Privatbank bieten. Patrik Gisel, Chef der Raiffeisengruppe, zeigt sich sicher, dass Notenstein La Roche mit den Massnahmen das Fundament für weiteres Wachstum unter dem Raiffeisen-Dach lege.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.