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Boom bei Firmengründungen:
Der Thurgau wächst am stärksten

Noch nie sind in den ersten neun Monaten eines Jahres mehr Firmen gegründet worden als 2019. Die Ostschweiz liegt vorne dabei.
Stefan Borkert
Die Ostschweiz ist als Standort für neue Unternehmen interessant. Bild: PD

Die Ostschweiz ist als Standort für neue Unternehmen interessant. Bild: PD

Seit 136 Jahren gibt es das Handelsregister in der Schweiz. Das Jahr 2019 verspricht, was Firmengründungen angeht, ein Rekordjahr zu werden. Die Ostschweiz bewegt sich dabei in der Spitzengruppe. Bereits 32785 neue Firmen sind in den ersten neun Monaten eingetragen worden. Das Institut für Jungunternehmen (IFJ) hat analysiert, dass in 15 Kantonen die Zahl der Neugründungen gestiegen ist. 11 Kantone verzeichnen einen Rückgang.

Die Kantone mit dem stärksten prozentualen Wachstum sind Appenzell Innerrhoden (+34 Prozent), Glarus (+15), Nidwalden, St.Gallen und Thurgau (je +10), Bern (+9), Fribourg (+8), Waadt (+7), Aargau und Basel-Stadt (+4), Zürich (+3), Solothurn, Graubünden, Genf (+2) und schliesslich Schwyz (+1). Aus Sicht der Grossregionen setzen demnach vor allem die Ostschweiz (+7), das Espace Mittelland (+6), Zürich und die Südwestschweiz (+3) positive Akzente. Die Zentralschweiz verzeichnet mit minus fünf Prozent eine Abnahme der Gründungen gegenüber der Vorjahresperiode.

Boombranchen sind, laut IFJ, Handwerk, Beratung, Gas­tronomie und Beherbergung, ­Informationstechnologie, Gesundheitswesen sowie Archi­tektur und Ingenieurwesen. Weniger Gründungen gab es in den Branchen Handel, Finanzen und Versicherung sowie Immobilien. Genauer hat die Zürcher Crif, eine weltweit tätige Agentur für Bonitätsauskünfte und Unternehmensinformationen, das dritte Quartal des sich anbahnenden Rekordjahrs unter die Lupe genommen. Auch hier kann die Ostschweiz punkten. Sprecherin Heidi Hug gibt Auskunft, dass im dritten Quartal das Nettowachstum zum Firmenbestand in der Schweiz 0,4 Prozent betragen hat. Das stärkste Nettowachstum weise der Kanton Thurgau auf mit 0,8 Prozent, gefolgt von den Kantonen Zug und Luzern mit je 0,7 Prozent. Ein negatives Wachstum hätten die Kantone Obwalden (–0,7 Prozent), Glarus (–0,6), Schaffhausen (–0,2) sowie Jura und Tessin mit jeweils minus 0,1 Prozent.

St.Gallen auf Spitzenplatz

Stelle man die Firmengründungen dem dritten Quartal 2018 gegenüber, dann verzeichne der Kanton Waadt das grösste Wachstum mit 181. An zweiter Stelle folge dann schon der Kanton St.Gallen mit 108 und das Tessin mit 71 neuen Firmen. Dem gegenüber stünden die Kantone Zug (–58), Wallis (–40) und Basel-Landschaft (–29). In absoluten Zahlen weisen die Kantone Zürich (1813), Waadt (1135) und Genf (929) die meisten Neugründungen auf.

Im gesamtschweizerischen Trend bei Neugründungen liegt der Thurgau mit einem Plus von 3,4 Prozent leicht unter dem schweizerischen Durchschnitt von 4,6 Prozent. Der Kanton St.Gallen hingegen schwingt sich mit seinem Zuwachs von 24,3 Prozent auf den Spitzenplatz.

Gemäss Crif sind in der Schweiz im dritten Quartal 2019 10133 neue Firmen gegründet worden. Hingegen wurden 7594 oder 15,9 Prozent mehr Firmen gelöscht als in der Vorjahresperiode. Der Nettozuwachs ist dadurch um knapp 20 Prozent zurückgegangen. Die starke Zunahme an Firmenlöschungen widerspiegele sich auch im Nettozuwachs der Firmen, so Hug. Obwohl im dritten Quartal 2018 insgesamt weniger Firmen gegründet wurden als 2019, resultiere ein Nettozuwachs von 3137 Firmen. Im dritten Quartal 2019 hingegen liege der Nettozuwachs bei 2539 Firmen.

Detailhandel schrumpft

Bei den Löschungen liegt der Detailhandel mit 780 vorn, gefolgt vom Grosshandel (632) und der Baubranche (620).

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