Der neue oberste Baumeister mit Elan

KREUZLINGEN.

Thomas Griesser Kym
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Gian-Luca Lardi Designierter Präsident des Baumeisterverbandes (Bild: pd)

Gian-Luca Lardi Designierter Präsident des Baumeisterverbandes (Bild: pd)

KREUZLINGEN. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen der Baubranche verbessern und die 2015 anstehenden Verhandlungen für die Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrages für das Bauhauptgewerbe – diese zwei Aufgaben erachtet der designierte Präsident des Schweizerischen Baumeisterverbandes, (SBV) Gian-Luca Lardi (44), als hauptsächlich. Der Puschlaver wurde gestern in Kreuzlingen von der SBV-Generalversammlung zum Nachfolger von Werner Messmer per Ende Jahr gewählt.

«Gute Löhne, schlechter Ruf»

Dass die Löhne in den Verhandlungen ein Problem sein könnten, glaubt Lardi nicht, betrage doch der Mindestlohn für einen gelernten Maurer oder Strassenbauer 5600 Fr. pro Monat und 4600 Fr. für einen ungelernten Arbeiter. Laut Messmer zahlen die Baufirmen «gute Löhne», weil die Arbeit körperlich anstrengend ist und die Arbeiter Wind und Wetter ausgesetzt sind – und weil «Berufe wie Maurer und Strassenbauer leider einen schlechteren Ruf haben als sie es verdienen». Hohe Löhne und die Aussicht auf beruflichen Aufstieg etwa zum Vorarbeiter oder Polier «retten uns ein Stück weit». Dennoch: «Allein im Bauhauptgewerbe konnten wir letztes Jahr 300 Lehrstellen nicht besetzen.»

«Ausgesprochen hart, aber fair»

Ernst Zülle, Branchenleiter Bau bei der Gewerkschaft Syna, kennt Messmer seit drei Jahrzehnten. Zülle beschreibt Messmer als «ausgesprochen harten, aber auch fairen Verhandlungsführer». Von Lardi wünscht sich Zülle, dass dieser «an der Sozialpartnerschaft festhält und auch in schwierigen Situationen Konsensfähigkeit beweist».

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