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Der Fax ist nicht tot – noch nicht

Jann Lienhart (sda)

Telekommunikation Faxgeräte haben offensichtlich mehr als ein Leben. Obwohl die Swisscom mit der Digitalisierung ihres Netzes der veralteten Technik zusetzt, halten nach wie vor viele Unternehmen am Fax fest. Weil aber die Swisscom nächstes Jahr ihr Festtelefonnetz von analog auf digital umstellt, müssen Besitzer von Faxgeräten einen Aufwand betreiben, wenn sie weiter faxen wollen. Die Umstellung bringt es zudem mit sich, dass Störungen beim Faxen häufiger werden. Denn bei der künftigen digitalen Übertragung können Datenpakete und damit Teile der Information verloren gehen, worauf Faxgeräte sehr empfindlich reagieren. In vielen Fällen brechen sie dann die Übertragung ab. Für kaum noch genutzte Geräte dürfte das wohl das Aus bedeuten.

Doch unter Geschäftskunden ist und bleibt der Fax verbreitet. Die Swisscom zählt in der Schweiz immer noch 500000 Fax-Telefonbucheinträge und ungefähr 400000 Faxgeräte. Laut Swisscom-Sprecher Armin Schädeli setzen vor allem international tätige Firmen in der Kommunikation mit Kunden und Partnern im Ausland noch auf Faxe.

Ärzte und Anwälte faxen – und die Migros

Aber auch viele nur im Inland tätige Betriebe halten am Fax fest. So steht laut Schädeli noch in vielen Arztpraxen ein Fax, um Befunde, Patientendossiers und Laborberichte zu versenden. Auch läuft in der Schweizer Wirtschaft immer noch ein Teil der Bestellungen über diesen Kommunikationskanal. So wird zum Beispiel bei der Migros mit Lieferanten teils per Fax kommuniziert. Und Anwälte setzen es in der Kommunikation mit Amtsstellen ein.

Der wohl wichtigste Grund für das lange Leben des Faxes ist jedoch, dass dazu schon seit längerem kein reines Faxgerät mehr gebraucht wird. Faxe senden und empfangen können auch viele Kopiergeräte, Drucker und Computer. Viele Unternehmen haben auch auf rein digitale Lösungen umgestellt. Die Swisscom geht davon aus, dass der analoge Kommunikationsservice mittel- bis langfristig doch verschwindet.

Jann Lienhart (SDA)

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