Der Euro wird immer schwächer

Der Euro-Kurs verfällt zum Franken mehr und mehr. Die Credit Suisse zeigt Zuversicht für die Schweizer Wirtschaft.

Drucken
Teilen

Zürich. «Die Perspektiven für den Euro bleiben vorerst düster», schreibt die Liechtensteiner Fürstenbank LGT in ihrem «Investorama 2010». Und die Credit Suisse (CS) äussert in ihrer jüngsten monatlichen Forschungspublikation «Swiss Strategy and Relative Value» die «Auffassung, dass der langfristige Trend des Frankens zur Stärke weiter Bestand» habe. Ein Szenario von 1.20 Fr. pro Euro oder darunter sei denkbar.

Portugal auf dem Prüfstand

Der Euro ist seit geraumer Zeit auf Talfahrt. Gestern sank der Kurs trotz verbaler Unterstützung der chinesischen Regierung weiter auf ein Tiefst von 1.2560 Franken. Abgabedruck erzeugte die Ratingagentur Moody's, die eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit Portugals prüft. Das würde die Kreditkosten des hochverschuldeten Landes weiter erhöhen. Aktuell stuft Moody's portugiesische Staatsanleihen mit der fünftbesten Note A1 ein, die aber um ein oder zwei Stufen reduziert werden könnte. Auch der Dollar gab zum Franken weiter nach und notierte bei 0.9560 Fr. nur noch rund 1 Rp. über dem Tiefst vom März 2008.

Robustes Wachstum 2010

Derweil teilten die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Europäische Zentralbank (EZB) sowie die Notenbanken der USA, Grossbritanniens, Kanadas und Japans mit, sie sicherten die Versorgung der Banken mit Dollar auch nächstes Jahr. Die Notenbanken verlängerten ein Swap-Abkommen über die Bereitstellung von Dollar bis 1. August 2011.

Dafür werden die Konjunkturprognosen besser. Die CS erwartet für 2010 nun ein Schweizer Wirtschaftswachstum von 2,8% statt wie bisher 2,4%. Als Stützen wirken der Aussenhandel und der Privatkonsum. Für 2011 wird unverändert ein Wirtschaftswachstum von 1,2% vorhergesagt. (red.)

Aktuelle Nachrichten