Der Bankenplatz Liechtenstein hat sich erholt

Überwunden Als ob es keine Finanzplatzkrise gegeben hätte, die Schwarzmaler schon das Ende des Finanzplatzes Liechtenstein prophezeien liessen, publizierten die Banken in den letzten Wochen ihre Semesterergebnisse.

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Überwunden Als ob es keine Finanzplatzkrise gegeben hätte, die Schwarzmaler schon das Ende des Finanzplatzes Liechtenstein prophezeien liessen, publizierten die Banken in den letzten Wochen ihre Semesterergebnisse. Zwar sind die Höhenflüge vorbei, die vor der Finanzplatzkrise regelmässig überdurchschnittliche Wachstumsraten ermöglichten, doch die im ersten Semester erzielten Ergebnisse deuten angesichts des weiter unsicheren Umfelds und der Zinssituation darauf hin, dass der Bankenplatz mit seinem Transformationsprozess einen bedeutenden Schritt weitergekommen ist. Die drei grossen Banken konnten entweder beim Gewinn oder bei den betreuten Kundenvermögen zulegen.

Gleichzeitig mit den Halbjahresergebnissen der Banken stellte der Liechtensteinische Bankenverband ein neues Strategiepapier mit dem Titel «Roadmap 2020» vor. Die drei Stichworte Qualität, Stabilität und Nachhaltigkeit bilden die übergeordneten Ziele der Strategie, die sich auf eine internationale Kundschaft mit ganzheitlichen Lösungen ausrichtet. Obwohl die Digitalisierung und die erhöhte Mobilität der internationalen Kundschaft nationale Grenzen zunehmend verschwinden liessen, hält das Strategiepapier fest, erschwerten protektionistische Tendenzen und zunehmende Regulierungen den diskriminierungsfreien Marktzugang aus Liechtenstein. Damit das Fürstentum weiterhin als nachhaltig agierender und stabiler Finanzplatz «im Herzen Europas» international wahrgenommen werden könne, brauche es entsprechende Kooperationen.

Der Bankenverband richtet deshalb die Forderung an die Politik, das internationale Netzwerk weiter auszubauen und die Aussenbeziehungen gezielt zu verstärken. Grossen Wert legt das Strategiepapier auch auf die Zusammenarbeit mit der Schweiz, die vertieft werden soll. (G.M.)