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Der Bank vor Ort treu geblieben

Die Thurgauer Raiffeisenbanken haben ihr Wachstum letztes Jahr fortsetzen können. Mit Steigerungen beim Gewinn, der Bilanzsumme und den Ausleihungen nimmt der Verband sein 100-Jahr-Jubiläum 2019 in Angriff.
Stefan Borkert
Urs Schneider, Josef Maier, Martin Neff und André Kobelt diskutieren die Bilanz 2018. (Bild: Mareycke Frehner)

Urs Schneider, Josef Maier, Martin Neff und André Kobelt diskutieren die Bilanz 2018. (Bild: Mareycke Frehner)

Raiffeisen Schweiz hat mit den Turbulenzen um den ehemaligen Chef Pierin Vincenz auch 2018 für zahlreiche Schlagzeilen gesorgt. Davon unbeeindruckt haben die einzelnen Genossenschaftsbanken ihre Geschäfte weitergeführt. Im Thurgau und auch der übrigen Schweiz hätten Kunden von Raiffeisen sehr wohl unterschieden zwischen ihrer Bank vor Ort und Raiffeisen Schweiz. Es sei praktisch zu keinen Verlusten von Kunden gekommen, und Geld sei auch nicht aus diesem Grund abgezogen worden. Für Urs Schneider, dem Präsidenten des Verbandes Thurgauer Raiffeisenbanken, ist das ein Beweis, dass das Genossenschaftsmodell sowohl in dieser, als auch in der Finanzkrise, seine Vorteile und Stärken bewiesen habe. Schneider selbst ist ebenfalls aus dem Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz zurückgetreten. «Es hat eine Erneuerung gebraucht», sagte er.

Dass zum 100-Jahr-Jubiläum des Thurgauer Verbandes ein Thurgauer an der Spitze von Raiffeisen Schweiz steht, bewertet er als positiv. Raiffeisen ist im Thurgau, in Bichelsee, gegründet worden. «Raiffeisen und Thurgau: das passt», sagte denn auch Schneider an der Präsentation der Bilanz 2018 in der Raiffeisenbank Eschlikon, der Raiffeisengenossenschaft Bichelsee.

Bilanzsumme steigt weiter an

Schneider konnte, wie in den Jahren zuvor, mit positiven Zahlen aufwarten. Die Thurgauer Raiffeisenbanken sind auch 2018 gewachsen, wenngleich sich das Wachstum nicht mehr so stark zeigte wie in den Jahren zuvor. Dennoch ist die Bilanzsumme um eine halbe Milliarde Franken von von 13,8 auf 14,3 Milliarden Franken gestiegen. Der Jahresgewinn kletterte immerhin um fast sechs Prozent auf knapp 28 Millionen Franken.

Kundengelder kurz vor zehn Milliarden

Josef Maier, Leiter Öffentlichkeitsarbeit bei den Thurgauer Raiffeisenbanken, verdeutlichte den Erfolg, wonach praktisch alle Zahlen der 15 Thurgauer Raiffeisen-Genossenschaften nach oben zeigen: «Alle Institute zusammen sind so gross wie eine mittelgrosse Kantonalbank und erwirtschafteten 2018 einen Bruttogewinn von knapp 84 Millionen Franken.»

Die Kundenausleihungen nahmen demnach um mehr als vier Prozent auf über 12,5 Milliarden Franken zu. Die Kundengelder stiegen um 3,4 Prozent und nähern sich mit 994 Millionen rasant der 10-Milliarden-Franken-Grenze. Den Betriebsertrag mit 171 Millionen Franken bezeichnete Maier als sehr erfreulich. Immerhin entspreche das einer Steigerung von 2,3 Prozent gegenüber 2017. Das sei dem Kosten-Ertrag-Verhältnis (Cost Incom Ratio) der Thurgauer Raiffeisenbanken von 51 Prozent zu verdanken. Damit gehörten die Thurgauer Raiffeisenbanken landesweit zu den effizientesten. Die Anzahl der Genossenschafter ist 2018 ebenfalls wieder angestiegen und erreichte die Rekordzahl von neu 112 664 Personen.

Das Jahr 2019 ist für den Thurgauer Verband speziell. Der Verband feiert sein 100-Jahr-Jubiläum. Im Zentrum der verschiedenen Aktivitäten stehe ein grosses Jubiläumsfest am 27. April in Bichelsee-Balterswil, sagte Vizepräsident André Kobelt, der zugleich das OK präsidiert.

Thurgauer Immobilienmarkt

Hypotheken machen den Löwenanteil am Geschäft der Raiffeisenbanken aus. Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz sieht den Immobilienmarkt im Thurgau insgesamt als gesund an. Allerdings zeigte er auch, dass es regionale Unterschiede gibt. Der Bau von Mietwohnungen gehe tendenziell zurück. Gefragt seien weiter Einfamilienhäuser, resümierte Neff.

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