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Den Markt für Solarziegel geprüft

Bereits vor 20 Jahren setzte die Plaston AG auf Solartechnologie. Doch der Markt war noch nicht bereit. Heute hingegen ist die Photovoltaik «en vogue» – Zeit für eine Neuauflage?
Bei der Plaston AG denkt man über Solartechnologie nach. (Bild: zVg)

Bei der Plaston AG denkt man über Solartechnologie nach. (Bild: zVg)

Widnau. Die Plaston AG produziert traditionellerweise Kunststoffkoffer für die führenden Hersteller von Werkzeugmaschinen sowie Luftbefeuchtungs- und -reinigungssysteme. Das Unternehmen hat Standorte in Tschechien, den USA und China und beschäftigt rund 350 Mitarbeiter. Vor 20 Jahren erkannte die Plaston die Chancen der Solartechnologie und brachte den Newtec-Solardachziegel auf den Markt. Der Ziegel mit den Massen von vier gewöhnlichen Dachziegeln liess sich leicht in vorhandene Dachkonstruktionen einbauen. Trotzdem setzte sich das Produkt am Markt nicht durch: Im Jahr 2000 wurde die Produktion eingestellt.

Neuer Anlauf

Die Photovoltaik hat in jüngster Zeit grosse Fortschritte erzielt. Solarstrom ist heute eine zukunftsträchtige Energiequelle. Deshalb überlegt sich die Plaston AG, den Solardachziegel neu zu lancieren. Sie wollte deshalb erfahren, welche Chancen dieses Produkt auf ausgewählten Märkten in Westeuropa haben würde. Dafür wurde eine Projektgruppe der Fachhochschule St. Gallen (FHS) mit der Marktforschung beauftragt. Geleitet von Stefan Zehnder aus Arnegg machte sich das Team mit Fabian Frank (St. Gallen), Rolf Lichtensteiger (Engelburg) und David Studer (Trogen) im Februar daran, drei Zielmärkte zu bearbeiten: Die Schweiz, Deutschland und Frankreich.

Komplexer Markt

Sie erarbeiteten einen Fragebogen mit rund 20 Fragen, der online an über 1200 Grosshändler und Solarteure versandt wurde. «Der Markt für Photovoltaik ist sehr komplex», stellt Stefan Zehnder fest. Aus optischen Gründenwerden Indachziegel heute vorwiegend auf Wohngebäuden verbaut. Besonders in der Schweiz, aber auch in Frankreich sind solche Lösungen gefragt. Anhand der Antworten zeigte sich aber, dass der Newtec-Solardachziegel nicht mehr zeitgemäss ist. Auch müssten neue Marktstrukturen aufgebaut werden. Deshalb empfiehlt das Team, auf die Herstellung von Photovoltaikmodulen zu verzichten und stattdessen mit einem Partner ein neues Komplementärprodukt zu entwickeln.

Für den Auftraggeber eine zentrale Information. «Unser Gefühl hat sich bestätigt», sagt Frank Ulsamer von der Plaston AG. «In der seit Ende Juli vorliegenden Studie wurden Zahlen und Fakten sehr detailliert ausgewertet und anschaulich aufbereitet», freut sich Frank Ulsamer: «Der Bericht ist eine hervorragende Grundlage für unseren Entscheidungsprozess». Die Plaston AG werde die gewonnenen Erkenntnisse entsprechend umsetzen. (fhs)

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