Das Wachstum hält an: Spar Schweiz hat den Umsatz zweistellig gesteigert

Corona spielt dem Lebensmittelhändler in die Hände. Als Folge der Grenzschliessungen während des Lockdowns und dank eines generell grösseren Kundenzuspruchs hat die Spar-Gruppe Schweiz die Verkäufe markant erhöht und das Ergebnis stark verbessert

Thomas Griesser Kym
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Ein neuer Spar-Supermarkt in Schlieren, der im August 2020 eröffnet worden ist.

Ein neuer Spar-Supermarkt in Schlieren, der im August 2020 eröffnet worden ist.

Bild: Severin Bigler

Die Spar-Gruppe Schweiz mit Sitz in St. Gallen geht davon aus, dass sie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 (per Ende September) den Umsatz mit einer zweistelligen Rate gesteigert hat. Das sagt auf Anfrage Spar-Schweiz-Chef Rob Philipson. Auf ein zweistelliges Umsatzwachstum weisen auch jüngste Zahlen hin, welche die börsenkotierte Muttergesellschaft Spar Südafrika veröffentlicht hat.

Demnach hat Spar Schweiz per 28. August, also praktisch in den ersten elf Monaten des Geschäftsjahrs 2020, den Umsatz in Franken im Vorjahresvergleich um 11,4 Prozent erhöht. Absolute Zahlen werden noch keine genannt, diese werden ungefähr Mitte November anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts publik.

Ein Fünftel mehr verkauft im Grossteil des zweiten Semesters

Ein kräftiges Umsatzwachstum hatte sich abgezeichnet, hatte doch Spar für April gegenüber dem Vormonat März ein Verkaufsplus von 22 bis 24 Prozent genannt. Als Gründe erwähnte Philipson den Lockdown, der den Einkaufstourismus unterband, und die Beobachtung, dass viele Konsumenten Nahversorger wie Spar eifrig unterstützten.

Rob Philipson, Chef der Spar-Gruppe Schweiz.

Rob Philipson, Chef der Spar-Gruppe Schweiz.

Bild: Urs Bucher

Im Juni äusserte Philipson die Hoffnung, das Umsatzwachstum werde anhalten, auch wenn es wohl nach der Öffnung der Grenzen wieder etwas abflachen dürfte. Das hat sich bestätigt: In den ersten fünf Monaten (April bis August) des zweiten Semesters des Geschäftsjahrs 2020 sind die Umsätze der Schweizer Spar-Gruppe um 19,7 Prozent gestiegen.

Schon das erste Semester war recht gut

Dazu hätten sowohl der Grosshandel als auch der Detailhandel beigetragen, und auch die TopCC-Abholgrossmärkte hätten zugelegt. Philipson spricht von einer «sehr guten» zweiten Jahreshälfte, und schon im ersten Semester sei man «mit dem Wachstum und den Leistungen zufrieden» gewesen.

Im ersten Semester war der Umsatz der Spar-Gruppe Schweiz um 4,4 Prozent auf 374 Millionen Franken gestiegen, und mit einem Betriebsergebnis von 5,6 Millionen Franken hatte man schon fast so viel verdient wie im ganzen vorherigen Geschäftsjahr 2019 (5,8 Millionen Franken).

«Ein sehr positives Ergebnis»

Nun sagt Rob Philipson, im November werde man für das ganze Geschäftsjahr 2020 «ein sehr positives Ergebnis» vorlegen. Die Schweizer Spar-Gruppe beschäftigt über 2000 Mitarbeitende. 2019 setzte sie 738 Millionen Franken um.