Das Menu aus dem Baustellencontainer

Was für Baustellen und Provisorien gedacht war, kommt in der Coronakrise gerade recht, meint die Tübacher Leomat.

Kaspar Enz
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Daniel Büchel in der Genussbox.

Daniel Büchel in der Genussbox.

Bild: PD

Automaten Immer noch sind einige Baustellen und Werkstätten in Betrieb und in vielen Büros halten einige Unentwegte die Stellung am Schreibtisch. Dank Corona geschlossen ist dafür der «Ochsen» oder die Pizzeria um die Ecke, wo es mittags noch etwas warmes gab.

Abhilfe verspricht nun die Leomat AG. Die neue «Genussbox» des Tübacher Verpflegungsautomatenbauers steckt in einem Container. Die Automaten drinnen kochen nicht nur Kaffee. «Wir verfolgen laufend Ernährungs- und Konsumtrends», sagt Leomat-Geschäftsführer Daniel Büchel. Und so können die Automaten im Container auch einen anständigen Zmittag liefern. Dafür arbeitet Leomat mit der Zürcher «Mamas Stove» zusammen, die hochwertige Tiefkühlmenus herstellt – ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe, betont Büchel. In der Mikrowelle sind die Mahlzeiten in wenigen Minuten fertig. Verpackt sind sie in kompostierbarem Zellstoff.

Kontaktlos und bald mit Masken

Der Container biete gerade für die Zeit mit Corona Vorteile. «Man kann sich dort verpflegen, ohne mit anderen in Kontakt zu treten», sagt er. «Der Container kann 24 Stunden in Betrieb sein.» Ab nächster Woche gebe es in den Containern auch Masken und Desinfektionsmittel.

Geboren wurde die Idee aber bevor das Coronavirus die Schweiz infizierte, sagt Büchel. Die Idee war ursprünglich, eine vollumfängliche Verpflegung flexibel einzusetzen. «Man kann die Container bei Baustellen oder Provisorien aufstellen, aber auch an Events.»

Zwei Genussboxen sind bereits in Betrieb. Ein Container steht beim Firmensitz in Tübach, der zweite in einem Industriegebiet in Effretikon.

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