Das Lego-Männchen steht unter Markenschutz

LUXEMBURG. Das Lego-Männchen bleibt als Marke geschützt. Das entschied das EU-Gericht gestern in Luxemburg und wies eine Klage des britischen Konkurrenten Best-Lock zurück.

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LUXEMBURG. Das Lego-Männchen bleibt als Marke geschützt. Das entschied das EU-Gericht gestern in Luxemburg und wies eine Klage des britischen Konkurrenten Best-Lock zurück. Die dänische Firma Lego hatte sich die dreidimensionale Darstellung des Spielzeugmännchens mit und ohne Noppe auf dem Kopf im Jahr 2000 europaweit schützen lassen. Best-Lock argumentierte, das Männchen erfülle aus mehreren Gründen nicht die Markenschutzanforderungen. Nachdem Best-Lock bereits beim Europäischen Markenamt gescheitert war, zeigte sich nun auch das EU-Gericht nicht überzeugt. Das Urteil könnte noch vor dem höherrangigen Europäischen Gerichtshof (EuGH) angefochten werden. Lego-Chef Jørgen Vig Knudstorp zeigte sich erfreut. «Mini-Figuren sind unserer Auffassung nach etwas, das Leute ganz eindeutig mit Lego-Klötzen und der Marke Lego verbinden», sagte er.

Konkret führte Legos Konkurrent drei Argumente ins Feld. Erstens habe Lego sein Männchen schützen lassen, obwohl das Unternehmen wusste, dass Best-Lock eine ähnliche Figur auf dem Markt hatte. Dies sah das Gericht als nicht erwiesen an. Zweitens könne die Spielfigur nicht geschützt werden, weil sich ihre Form zwangsweise aus der Form der Ware ergebe. Auch das dritte Argument, die Form der Lego-Figur sei rein funktional, stach nicht. Best-Lock meinte, die Tatsache, dass das Männchen mit Lego-Steinen verbunden werden könne, stelle eine «technische Wirkung» dar, die für sich genommen kein Schutzgrund sei. (dpa)