Das «I» am Bodensee stärken

Tourismusorganisationen am See haben einen neuen Anlauf für eine bessere Zusammenarbeit gestartet. Am 5. Tourismusforum in Überlingen plädierten die Touristiker für einen starken einheitlichen internationalen Auftritt.

Stefan Borkert
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Blick auf Meersburg: Der Bodensee soll trotz seiner internationalen Vielfalt immer mehr einheitlich als Marke auftreten. (Bild: IBT/Achim Mende)

Blick auf Meersburg: Der Bodensee soll trotz seiner internationalen Vielfalt immer mehr einheitlich als Marke auftreten. (Bild: IBT/Achim Mende)

ÜBERLINGEN. Die Gästezahlen am Bodensee können sich sehen lassen. Der See geniesst im In-und Ausland einen sehr hohen Bekanntheitsgrad. Und das trotzdem der See auch trennt. Versuche in der Vergangenheit, diese Trennung zu überwinden, blieben im Ansatz stecken, konnten nur teilweise realisiert werden oder scheiterten. Nun wird erneut dem trennenden Element der Kampf angesagt. Dazu wählten Touristiker und auch Wirtschaftsförderer einen internationalen Ansatz, der die Einheit in der Vielfalt sucht. Organisiert von der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH, Konstanz (IBT) dient das Bodensee-Tourismusforum der Information, der Vernetzung und dem Austausch der Branchenvertreter untereinander. So plädierte denn auch an der fünften Veranstaltung die IBT-Geschäftsführerin Daniela Pahl-Humbert dafür, das «I» am Bodensee zu stärken.

Vier unter einem Dach

Dazu wurde im Rahmen eines Interreg-Projekts zur Positionierung des Bodensees die neue Regionenmarke «Vier Länder Region Bodensee» mit eigenem Logo realisiert und diesen Herbst aus der Taufe gehoben. Das Projekt, wird mit Fördergeldern der Europäischen Union, der Schweiz und durch das Interreg-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein finanziell unterstützt. Im Zentrum stehen die Umsetzung und Etablierung der Inhalte der touristischen Marke Bodensee und die abgestimmte Ausrichtung und Zusammenarbeit in den vier Anrainerländern Schweiz, Fürstentum Liechtenstein, Österreich und Deutschland.

Eine Karte für den Gast

Thomas Willauer, Sprecher des Internationalen Bodensee-Verkehrsvereins (IBV), plädierte leidenschaftlich dafür, «das hohe Gut der internationalen Zusammenarbeit zu stärken». Dazu gehört auch eine einheitliche Karte für den Gast am Bodensee.