Das Aus für InterSky

Die angeschlagene Vorarlberger Regionalfluglinie InterSky hat am Donnerstagabend den Flugbetrieb eingestellt. Das Unternehmen wird laut Geschäftsführerin Renate Moser am Montag einen Insolvenzantrag einreichen.

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InterSky hebt nicht mehr ab - der Flugbetrieb ist eingestellt. (Bild: Archiv St.Galler Tagblatt)

InterSky hebt nicht mehr ab - der Flugbetrieb ist eingestellt. (Bild: Archiv St.Galler Tagblatt)

Ein Sanierungsverfahren werde nicht mehr möglich sein, erklärte Moser gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Wie es für die rund 150 Mitarbeiter und die Kunden weitergehe, sei offen. Zur Höhe des Schuldenbergs wollte Moser keine Angaben machen.

Der mögliche Investor MDA Mitteldeutsche Aviation habe am Mittwochabend per Mail mitgeteilt, dass kein Geld fliessen werde. Der Leasinggeber Castellake, der ebenfalls in die Gespräche eingebunden war, habe Zugeständnisse gemacht, letztlich seien aber alle Bemühungen vergebens gewesen, sagte Moser. Wie "Austrian Aviation Net" und "Austrian Wings" übereinstimmend berichteten, sind die Flugzeuge nach Maastricht überstellt worden. Mit Ausnahme der Strecke Zürich-Graz konnten die Rückflüge am Donnerstagabend nicht mehr durchgeführt werden.

Die amerikanische Leasinggesellschaft Castellake hat vier der fünf Flieger beschlagnahmt. Wegen überfälliger Raten wurden die Verträge fristlos gekündigt.

Derzeit sei noch ein Flugzeug in Betrieb, das nicht von dem Leasingvertrag betroffen sei. Man werde erst abklären müssen, ob die Betriebsgenehmigung AOC für diese Maschine weiter verwendet werden dürfe. Auch welche Strecken noch bedient werden können, müsse man erst noch besprechen. Die 2001 gegründete InterSky flog mehrmals täglich zwischen Zürich und Graz. Zudem bot InterSky Verbindung von Friedrichshafen am Bodensee nach Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Köln-Bonn an. (sda)