Cyberattacken gefährden die Finanzbranche

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Hacker Angriffe auf Unter- nehmen aus der Finanzbranche stellen nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) eine Gefahr für die Finanzstabilität in der Welt dar. Solche Hackerattacken nähmen zu und würden in ihrer Machart immer ausgeklügelter, hiess es in einem gestern veröffentlichten IWF-Papier. Das Finanzsystem sei von relativ wenigen technischen Systemen abhängig. Deswegen hätten von Hackern und Kriminellen ausgelöste Ausfälle und Störungen das Potenzial, das gesamte Weltfinanzsystem zu erschüttern. Cyberrisiken sind Schulbuchbeispiele für systemische Risiken.

Alle Banken – von kleinen lokalen und regionalen Instituten bis hin zu den grössten US-Häusern – hätten schon Gefährdungen ihrer Zahlungssysteme erlebt. Der Fonds verwies als Beleg auf Attacken gegen das internationale Banken-Transaktionssystem Swift, den Internetdiebstahl von 81 Millionen US-Dollar von der Zentralbank in Bangladesch durch gefälschte Überweisungsaufträge sowie kriminelle Angriffe auf Handelssysteme durch Schadsoftware. «Praktisch jeder ist Cyberrisiken in irgendeiner Form ausgesetzt», warnen die IWF-Experten. (rtr)