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Crowdfunding: Gekommen, um zu bleiben

Wirtschaftsredaktor Maurizio Minetti zum Crowdfunding-Markt.
Maurizio Minetti, Redaktor Wirtschaft
Maurizio Minetti, Redaktor Wirtschaft

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Die Wachstumszahlen im relativ jungen Markt für Schwarmfinanzierungen sind wahrlich beeindruckend: 192 Prozent, 239 Prozent, 245 Prozent! Es gibt in der Schweiz immer mehr Projekte und Kampagnen, die über Crowdfunding-Plattformen finanziert werden. Und die Aussichten sind rosig. Die Studienautoren der Hochschule Luzern prophezeien, dass der hiesige Crowdfunding-Markt Ende Jahr erstmals die Milliarden-Grenze knacken wird.

Es ist ohne Zweifel eine Bereicherung für die Gesellschaft, wenn eine lose Gruppe von Menschen erfolgreich Geld sammelt für ein Projekt, das ihnen am Herzen liegt. Die Realität ist nämlich: Ohne Crowdfunding-Plattformen wären in den letzten Jahren viele soziale, kreative oder kulturelle Vorhaben gar nicht zustande gekommen. Mehrfamilienhäuser können heute auch von der Crowd gekauft werden, nicht nur von institutionellen Investoren wie Pensionskassen. Diese Beispiele zeigen, dass Crowdfunding gänzlich neue Geschäftsmodelle ermöglicht hat.

Anders sieht es hingegen bei der Finanzierung von Unternehmen aus. Hier zeigt die Entwicklung, dass offenbar ein Bedürfnis bestand, das die traditionellen Banken nicht erfüllen konnten. Wenn eine Unternehmerin heute bei den Banken abblitzt, sucht sie die nötigen finanziellen Mittel in der Crowd. Und findet sie oft auch. Dieser Trend entgeht auch den klassischen Kreditinstituten nicht. Einige von ihnen sind mittlerweile auf den Crowdfunding-Zug aufgesprungen.

Bei aller Euphorie sollte man aber nicht vergessen, dass Crowdfunding noch immer ein zartes Pflänzchen ist im Vergleich zum traditionellen Schweizer Kreditmarkt. Aber eines, das tiefe Wurzeln in der Gesellschaft hat.

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